Mixery Hip Hop Open Stuttgart 2014 – Festival – Review

Konzertbericht mit Konzertfotos
Das Mixery HipHop Open am 5. Juli 2014 in Stuttgart – ein persönlicher Rückblick


Stuttgart (music-on-net) – Das Hip Hop Open 2014 ist vorbei! Obwohl das Festival nur einen Tag lang ist, steht die Stimmung einem „richtigen“ mehrtägigen Festival in nichts nach!

Ein kurzer Rückblick:

Litten die Besucher des Open 2013 noch unter knallender Hitze, dürfen sich die Gäste dieses Jahr auf angenehme Temperaturen einstellen, inklusive gelegentlicher leichter Regen-Abkühlung. Ausverkauft ist der Event nicht, der Platz vor der Bühne dennoch ständig sehr gut gefüllt.

Um 11:30 eröffnen die Stuttgarter Sickless, Marz und Nasou das Festival. Viele Besucher sind schon da, die meisten befinden sich aber noch auf dem Weg oder in der Schlange am Einlass. Im Laufe des Tages kommt aber jeder Anwesende auf seinen Geschmack – von den Stuttgarter Urgesteinen Die Orsons und Afrob über Gangster Rap (Haftbefehl) bis Old-School-Hip-Hop aus New York (Nas) sind alle Sparten des Rap vertreten.

Über den Headliner Casper gab es im Vorfeld jedoch schon heftige Diskussionen – mehr dazu später. Schubladen-Denken scheint allerdings vollkommen egal zu sein, jeder Künstler wird hier gefeiert, auch wenn die Stimmung erst gegen Abend so richtig losgelöst wirkt.

Die Entdeckung des Festivals ist für mich Angel Haze. Als einzige Frau auf der Bühne und erst wenigen Jahren Bühnenerfahrung hat sie dennoch eine Bühnenpräsenz, von der sich so manch ein alter Hase etwas abschauen kann.

Auf der Nebenbühne ist bis 18:50 eher weniger los. Als Afrobs Auftritt ansteht, füllt sich die Menge. Dass er „nur“ auf der kleinen Bühne auftritt, steht ihm dabei gut, man ist viel näher an ihm dran als an der riesigen Main Stage. Er hat auch noch ein Ass im Ärmel: Samy Deluxe kommt für ein paar Songs auf die Bühne und die beiden performen ihre alten Klassiker.

Die Dilated Peoples, die seit über 20 Jahren im Geschäft sind, zeigen sich etwas skeptisch beim Anblick des zum großen Teil jungen Publikums. „Kennt ihr uns überhaupt?“, fragen sie und lachen. Ob die jungen Leute die alten Hasen nun kennen oder nicht, es wird kräftig mitgenickt.

Etwas enttäuscht bin ich vom Auftritt von Prinz Pi. Seine Songs performt er solide, die Show lässt jedoch schwer zu wünschen übrig. Über knapp 45 Minuten bewegt er sich kaum vom Mikroständer weg, eher unpassend für die große Bühne.

Dann, kurz vor Sonnenuntergang, ist es Zeit für den Auftritt des Headliners Casper. Über ihn wurde ja im Vorfeld schon heftig diskutiert. Wieso er denn Headliner sei, das habe mit Hip Hop doch nichts mehr zu tun, hört man da von einigen Seiten. Als er dann die Bühne betritt, sind alle Diskussionen vergessen. Der junge Mann fliegt fast über die Bühne, von seiner Band kommt ein beeindruckender Sound, alle nicken/singen/springen mit.

Nicht nur die Performance von Casper entspricht einem Feuerwerk, auch zum Abschluss des Konzerts erleuchtet ein Feuerwerk den Stuttgarter Himmel. Ein würdiger Abschluss eines stimmigen Festivaltages.


Impressionen



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Konzertbericht und Konzertfotos © Dominik Stuhler (05-07-2014)

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Verfasst von:

Musikliebhaber, Fotograf, Autor, Architekt.

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