Black Space Riders: D:rei (Sounds)


Black Space Riders - D.rei - 2014
Black Space Riders – D.rei – 2014

Black Space Riders

Trio: D:rei
VÖ: 24.01.2014
Label: Cargo records / Rough Trade / Sound Guerilla
Format: CD Vinyl, digital


Tracklist

Stare At The Water
Bang Boom War (Outside My Head)
Rising Of The Ashes Of Our World
Give Gravitation To The People
Way To Me
Temper Is Rising
The God-Survivor
I See
Leave
Space Angel (Memitim)
Major Tom Waits
Letter To A Young One
The Everlasting Circle Of Infinity


Line-Up

JE lead vocals, guitars, melodies, riffs, words
SEB lead vocals, melodies, words
CRIP drums, vocals, additional songwriting
SLI guitars, additional songwriting
SAQ bass guitar, additional songwriting


Tour

24.01.2014 | Münster | Gleis 22
30.01.2014 | Hamburg | Hafenklang
31.01.2014 | Köln | MTC

Rezension (Album)

Der Albumtitel D:Rei klingt aufgrund seiner besonderen Schreibweise erst einmal geheimnisvoll.

D:Rei ist schlicht das aktuelle dritte Album der Black Space Riders mit Homebase im westfälischen Münster.

Sie nutzen kryptische Namenskürzel wie JE, SEB, CRIP, SLI und SAQ und bieten auf ihrem Longplayer, der mit fast 80 (achtzig!) Minuten Spielzeit auch volle Doppel-Vinyl-Länge besitzt, fetten Rock, der an vielen Stellen wunderschön altmodisch und verspielt klingt, sich auch nur wenige Verschnaufpausen, wie bei Major Tom Waits, gönnt.

Irritierend das knapp zweiminütige Intro des ersten Songs Stare At The Water, bei dem man Zweifel bekommt, ob man die richtige Taste am Player gedrückt hat, der Tonabnehmer des Plattenspielers schon die Rille erreicht hat oder noch ziellos über das Vinyl irrt. Dieser Eindruck ändert sich allerdings schlagartig, wenn nach 1:45 eine Gitarrenwand losbricht und – nennen wir ihn ruhig JE – die Melodie an der Leadgitarre vorgibt und die Band kraftvoll losrockt. Das Emblem Deutschrock, so diesesüberhaupt eine Aussagekraft hatwäre hier sicherlich eine falsche Etikettierung.

Packende Rockmusik

Das Album wird nicht von großartigen Texten geprägt, es ist packende Rockmusik, unverkünstelt und direkt, die mit klassischen Rockriffs arbeitet, dies aber so geschickt und überzeugend anstellt, als wären die deutschen Black Space Riders aus Münster die Entdecker des spacigen Hardrocks.

Das sind sie freilich nicht, geben sie doch als musikalische Orientierungspunkte unter anderem Bands wie Black Sabbath, Motoerhead, Deep Purple, Pink Floyd, Bauhaus, Tom Waits und Motorpsycho an. Für mich klingen sie so, als wäre Lemmy Kilmister nach über dreißig Jahren, einem mehrjährigen Reha-Aufenthalt mit Komplettentgiftung und mit einem Kopf voller neuer Ideen zu seiner alten BandHawkwind zurückgekehrt. Das finale The Everlasting Circle Of Infinity könnte hingegen durchaus aus der Feder von Black Sabbath stammen.

Black Space Riders Live

Die Band steckt spürbar voller überschäumender Kraft, die ab dem 24. Januar 2014 nicht nur in den Schubladen von CD-Playern, als Download oder als drehendes Vinyl verfügbar sein wird, sondern ihre Energie live beim Album-Release zunächst in ihrer „Heimatstadt“ Münster entfalten darf.

© Gerald Langer


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