Heinz Strunk: Sie nannten ihn Dreirad
Heinz Strunks neues Album „Sie nannten ihn Dreirad“ entzieht sich erfolgreich allen gängigen Klischees. Es ist für sich genommen tatsächlich (fast) einzigartig.
Unter der Kategorie SOUNDS findet man Besprechungen von Alben, nicht nur von Neuerscheinungen.
Heinz Strunks neues Album „Sie nannten ihn Dreirad“ entzieht sich erfolgreich allen gängigen Klischees. Es ist für sich genommen tatsächlich (fast) einzigartig.
„Cover das Cover“ – die Musikstudenten sind regelrecht respektlos, möchte man meinen. Sie scheuen sich noch nicht einmal, für ihre aktuelle Retroproduktion „Take Five“ auf die legendäre Pappummantelung von Cannonball Adderley’s – Somethin‘ Else, erschienen bereits 1958, zurückzugreifen, ohne auch nur einen Song dieses Jazzklassikers neu zu interpretieren.
Die Sinti-Jazz-Szene, insbesondere diejenige, die sich sehr aktiv mit dem Erbe von Jean „Django“ Reinhardt auseinandersetzt, ist ohne das Rehan Syed Ensemble kaum mehr vorstellbar.
Mit Echo Street hatten sich im letzten Jahr für die Band Amplifier aus Manchester, Großbritannien, die Türen zum Prog-Rock geöffnet. Bei K-Scope und ihren Post-Progessive-Sounds waren sie dabei gut und sicher aufgehoben.
Mag Norwegen mit Sicherheit zu den am dünnsten besiedelten Regionen Europas gehören, die Dichte bemerkenswerter Musiker nimmt dort beständig zu. Mit dem 34jährigen Petter Carlsen ist ein erstklassiger Singer/Songwriter hinzugekommen, der mit Sirens sein mittlerweile drittes Album präsentiert.
Der Kutscher hat die Pferde, das Gespann gewechselt und setzt die Fahrt in neuer Begleitung munter fort. So, oder wenigstens so ähnlich, hat es Bibi Tanga getan. Die alte Band – The Seletines – ist somit Geschichte. Doch der gebürtige Afrikaner schreibt seine Karriere nunmehr mit neuer Mannschaft fort.
Das zweite Album ist regelmäßig eine große Herausforderung für einen Künstler, der mit dem Erstlingswerk zumindest Musikkritiker zufrieden stellen konnte. Platten lassen sich damit allein allerdings noch lange nicht verkaufen.
André Sauermann kannte ich bisher definitiv nicht. Genauso wenig unter seinem Namenskürzel ANSA mit Punkt(.).
Gleich einmal vorneweg. Medial breitenwirksame Volksmusik scheue ich wie der Teufel das Weihwasser. Aber neugierig bin ich natürlich schon auch, wenn bei mir im Briefkasten – nach erfolgter kurzer Ankündigung – die aktuelle CD Franconian Boogaloo von Gankino Circus landet und der Beipackzettel folgendes zu verkünden weiß:
Das junge britische Musikerkollektiv Her Name Is Calla veröffentlicht nunmehr sein drittes Album. Navigator ist ein Konvolut aus sehr unterschiedlich arrangierten Songs, die im Kontext des Albums aber nahezu unverrückbar nebeneinander stehen.