Lucas Santtana: Hafensommer Würzburg 2013
Sie kommen aus Luxemburg, einem der kleinsten Flächenstaaten Europas und spielen am liebsten im Dunkeln.
Unter der Kategorie REVIEWS findet man Besprechungen zu Konzertveranstaltungen, aber eben auch Kritiken zu Ton- und Bildträgern. Auch die eine oder andere Empfehlung findet sich darunter.
Sie kommen aus Luxemburg, einem der kleinsten Flächenstaaten Europas und spielen am liebsten im Dunkeln.
Dass sie die „musikalische Weltherrschaft“ anstreben, hat Jochen Volpert bereits vor dem Konzert verkündet. Aber vielleicht sind Mr. Jazz Meets Mr. Blues dem, nicht ganz ernst gemeinten, Ziel heute Abend etwas näher gekommen.
Eigentlich wollte ich mir noch einen Abend Ruhe gönnen, aber das Wetter, auch die passenden Außentemperaturen haben mich dann doch „bewegt“. Und mit Gianmaria Testa ist ein Programmpunkt des diesjährigen Hafensommers gefunden, der dem Thema „Ruhe“ dabei durchaus nahe kommt.
Nochmals ein Abend beim Würzburger Hafensommer, bei dem es vor allem für die Zuhörer heißt: „Durchhalten – und wir werden alle sicherlich belohnt!“
Nach einem extrem heißen Samstagabend hat sich die Wettersituation nun verändert. Es sieht verdächtig nach Regen aus, die ersten Tropfen fallen schon beim Erreichen des Festivalgeländes.
Es gibt Konzertabende, die sind von vorne herein kalkulierbar, auch wenn man die Interpreten selbst niemals zuvor „live“ erlebt hat, sondern nur von diversen Tonkonserven kennt.
In Puschen und Bademantel betritt das Enfant terrible der Pianomusik die Bühne, nimmt Platz und reicht erste Geschmacksproben seines virtuosen Tastenspiels. Unüberhörbar und unübersehbar lauschen wir einem Ausnahmetalent am (Solo) Piano, welches sich im Laufe der Show, gerade im Zusammenspiel mit dem Kaiser Streichquartett (plus percussion), geradezu explosionsartig entfalten kann.
Seit einiger Zeit bemüht sich Würzburg darum, möglicher Austragungsort der erfolgreichen „Das Erste“ – Sendereihe „Tatort“ zu werden. Wenigstens für einen Abend hat die unterfränkische Metropole eine ideale Tatortbesetzung.
„Songs & Sounds aus einem eigenen Universum – mal sanft, mal laut, leicht verwirrend und im besten Sinne telepathisch“ – so wird das Trio um die Sängerin und Akkordeonistin Nadja Stroller im Programmheft beschrieben. Was darf man sich denn darunter vorstellen?
Hält das Wetter oder erreicht das in den Prognosen angekündigte Gewitter bereits heute Abend die neue Spielstätte des Hafensommers auf den Mainwiesen? Mit den Aufbauarbeiten für Tribüne und Bühne konnte erst gestern begonnen werden.