Red Kite – Red Kite

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Künstler: Red Kite
Album: Red Kite
Formate: CD, Digital, Vinyl
VÖ: 28.06.2019
Label / Vertrieb: RareNoiseRecords
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Das norwegische Jazz-Rock-Powerquartett Red Kite veröffentlicht sein mit Spannung erwartetes Debüt am 28. Juni 2019 auf RareNoiseRecords. Es besteht aus einem Wirbel von Psychedelia, Heavy Rock Crunch, Prog-Virtuosität und Free-Jazz-Experimenten. Die explorative und elektrisierende Supergruppe besteht aus Mitgliedern einiger der bekanntesten Prog-Outfits Norwegens, darunter Elephant9, Shining, Bushman’s Revenge und Grand General.

Red Kite vereint den Gitarristen Even Helte Hermansen, den Bassisten Trond Frønes, den Keyboarder Bernt André Moen und den Schlagzeuger Torstein Lofthus, vier unglaubliche Musiker, die in der Lage sind, komplexe Prog-Jazz-Gebilde mit risikoreichem, improvisiertem Jazz-Geist und Hard-Rock-Intensität zu bereichern.

„Wir alle sind mit Rock und Heavy Music aufgewachsen“, sagt Lofthus,

„aber später entdeckten wir Jazz, Prog und so viel mehr großartige Musik. Für uns ist das alles einfach nur Musik, bis zu dem Punkt, an dem alles zu einem großen organischen ‚Eintopf‘ verschmilzt.“

Dieses atemberaubende Debüt bietet dem Zuhörer einen Kessel voller Red Kite-Sound

Die 40 dichten Minuten des Albums umfassen vier umfangreiche Eigenkompositionen des Gitarristen Hermansen, die jeweils ein enormes, faszinierendes, aber weit offenes Terrain für die Band bieten. Darüber hinaus vertieft das Quartett Alice Coltranes „Ptah, the El Daoud“, den Titeltrack des Impulse! Klassikers von 1970, welcher die spirituelle Transzendenz des Originals mit einem scharfen Edge versieht.

Bandbiografie

Lofthus und Hermansen lernten sich als Mitglieder der langjährigen norwegischen Hardrockband Shining kennen. Der Schlagzeuger war Gründungsmitglied der Band, die als akustisches Jazzquartett begann; eine Dekade später schloss sich Hermansen der einflussreichen Geschichte des Ensembles an, als es sich in Richtung avantgardistischer Metal-Sounds entwickelte auf Alben wie Grindstone und Blackjazz.

Beide Musiker kannten Frønes‘ unverwechselbaren Stil von seiner Arbeit mit der Rockband Cadillac; Hermansen arbeitete mit ihm im progressiven Jazz Fusion Quintett Grand General zusammen. Als der Bassist seine Heimat Trondheim in Richtung Hauptstadt Oslo verließ, waren die drei laut Lofthus „alle nur auf der Suche nach einer Ausrede um Jammen zu können.“ Die Ergebnisse, erinnert er sich, haben viel zu viel Spass gemacht, um sie nicht zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.“

Lofthus und Hermansen hatten bereits ihre eigenen Trios gegründet seit sie Shining verlassen hatten: Lofthus gründete die gefeierten Elephant9 mit Keyboarder Ståle Storløkken und Bassist Nikolai Eilertsen, derweil Hermansen zusammen mit Bassist Rune Nergaard und Schlagzeuger Gard Nilssen die explosive Buschmann’s Revenge anführte. Um sich von diesen Bands zu unterscheiden und um mehr Möglichkeiten zu kreieren, nachdem die spannende Jam Session sich mehr und mehr zu einer arbeitenden Band entwickelte, entschloss man sich ein viertes Bandmitglied dazu zu holen.

Die sofortige Wahl war Moen, der zusammen mit Lofthus und Hermansen in Shining’s Blackjazz und dem Live-Nachfolge-Album gespielt hatte. Die vier Mitglieder zwackten soviel Zeit wie möglich von anderen Projekten ab, um zusammen in Proberäumen und auf Festivalbühnen zu experimentieren und gemeinsam eine starke Gruppenidentität zu schaffen. Die Ergebnisse sind in vollem Glanz auf Red Kite zu hören.

„Die Geschichte des Albums ist für uns, unseren eigenen Sound zu entdecken und zu festigen“,

erklärt Hermansen. „Es ging darum, herauszufinden, was uns von unseren anderen Bands unterschei-det, unsere Einzigartigkeit zu betonen und dies auf natürliche Weise zu tun. Für das Publikum haben wir versucht ein Set zusammenzustellen, eine musikalische Reise, die zu ihren eigenen Bedingungen Sinn macht.“

Details

Diese Reise beginnt mit der atmosphärischen Einführung von Alice Coltrane’s „Ptah, the El Daoud“, einer der ersten Tunes, die Red Kite je gemeinsam gespielt hat. Während Moen schließlich in die vertraute Basslinie eintaucht (die der legendäre Ron Carter auf dem Original einprägsam spielt), wird Coltranes spiritueller Marsch hier zu einer aggressiven Dampfwalze des Klangs und tauscht die spirituellen Überlegungen des Originals gegen berauschende Vitalität aus.

Der Rest des Albums wurde von Hermansen geschrieben, obwohl alle vier Mitglieder auch Komponisten sind. Die skelettartigen Themen des Gitarristen dienen als eine Art Antrieb zur Gruppenforschung. „Wir brauchen nur einen Ausgangspunkt, also suchen wir nach Ideen, die ausreichend artikuliert sind und auf den Punkt gebracht werden, ohne hinderlich zu sein“, sagt Hermansen.

Jedes der Stücke erhält einen provokanten Titel, beginnend mit „13 Enemas For Good Luck“. Wie Hermansen sagt: „So etwas abstrakte Instrumentalmusik zu nennen, ist so schon eine Art absurde Vorstellung. Man kann also ebenso gut die Absurdität unterstreichen. Im Allgemeinen werden nur ein paar Worte benötigt und man kann sie mit Bedacht auswählen auch wenn es ein Witz ist. Wenn etwas auf mehr als einer Ebene funktionieren kann, dann ist das eine gute Sache.

Das Stück selbst ist alles andere als ein Witz. Hermansens heulende Gitarre hallt in der ungeheuren Weite wider, schwillt allmählich kraftvoll an, bis sie in monolithische Melodie ausbricht. Die Intensität nimmt weiter zu. Das kürzeste Stück des Albums, „Flew a Little Bullfinch Through the Window“, ist zugleich das entspannteste, auch wenn es kaum so zart daher kommt, wie der Titel es vermuten lässt. Es ist stattdessen auf einem schwer zu fassendem Groove aufgebaut, wobei Hermansen und Moen Linien abseits des wiederkehrenden Rhythmus verfolgen.

Jeder, der durch die relative Sanftheit dieses Tunes hypnotisiert wird, wird spätestes von der brennenden Jazz-Rock-Sprunghaftigkeit auf „Focus on Insanity“ wieder wachgerüttelt. Ein klarer Bezug auf einen Titel des Ornette Coleman Klassikers The Shape of Jazz to Come. Der neue Titel steht für das Durcheinander der Melodie zu Coleman’s harmolodischen Exkursionen. Das Album schließt mit „You Don’t Know, You Don’t Know“, dessen philosophische Ambiguität sich veran-schaulicht in einem Schleier narkotisierender Psychedelie.

Die Veröffentlichung von Red Kites Debüt Album ist Grund zur Freude bei denen, die Lust auf musikalische Abenteuer und Extreme haben. Es ist ein wahnsinniges Set, das die Genregrenzen mit atemberaubender Lebendigkeit und Fantasie übergeht.

Tracklist

  1. Ptah, The El Daoud
  2. 13 Enemas For Good Luck
  3. Flew A Little Bullfinch Through The Window
  4. Focus On Insanity
  5. You Don’t Know, You Don’t Know

Line-Up

Even Helte Hermansen guitars
Trond Frønes bass
Bernt André Moen keyboards
Torstein Lofthus drums

Credits

  • Produced by Red Kite.
  • Artwork and Design by DridMachine.
  • Executive Producer for RareNoiseRecords: Giacomo Bruzzo.
  • Red Kite would like to thank Ivar Loe Bjørnstad, Ellen Brekken, Hedvig Mollestad Thomassen, Per Kristian Rekdal, Ludwig, Zildjian, friends and family.
  • They would also like to thank Fond for Lyd og Bilde and Fond for Utøvende Kunstnere (Ffuk) for their support.

Pressetext © Antje Huebner, hubtone pr

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Verfasst von:

Musikliebhaber, Fotograf, Autor, Architekt.

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