Clara Luzia: Here’s To Nemesis (Sounds)


CLARA LUZIA - Here's To Nemesis (2015) - Album Cover
CLARA LUZIA – Here’s To Nemesis (2015) – Album Cover

Clara Luzia

Titel: Here’s To Nemesis
VÖ: 09.10.2015
Label: Asinella Records
Vertrieb: Broken Silence
Formate: CD, digital


Tracklist

01. Cosmic Bruise
02. The Drugs Do Work
03. Frowned Upon
04. Fat Yellow Moon
05. Wounds & Scars
06. As Long As We Get By
07. West Coast
08. Magic
09. This House
10. Shipwreck

Meine Anspiel-Tipps – fett!


Line-Up

Clara Luzia – voc, guit
Catharina Priemer – drums
pauT – bass
Julian Simmons – keys, guit, bass


Credits

Written by Clara Luzia (except Track 4 by Vera Kropf, Track 7 by Lana DelRey/Rick Nowles)

Produced by Julian Simmons (except Track 1 by Cathi Priemer)

Recorded by Julian Simmons & Philipp Nikodem-Eichenhardt

Mixed by Julian Simmons

Mastered by Misch Janisch


Diskografie

2006 Railroads
2007 The Long Memory
2009 The Ground Below
2011 The Ground Below
2013 We Are Fish
2015 Here’s To Nemesis


Tour

28.10.2015 A-Wien, WUK
29.10.2015 A-Graz, PPC
12.11.2015 A-St. Pölten, Cinema Paradiso
13.11.2015 A-Mödling, Red Box w/ The Base, Catastrophe & Cure
14.11.2015 A-Ebensee, Kino Ebensee
27.11.2015 A-Linz, Posthof
10.12.2015 A-Salzburg, ARGE
11.12.2015 A-Dornbirn, Spielboden
12.12.2015 A-Innsbruck, Weekender
15.12.2015 D-Dresden, Ostpol
16.12.2015 D-Stuttgart, Café Galeo
17.12.2015 D-München, Milla
25.01.2016 D-Leipzig, naTo
26.01.2016 D-Berlin, Privatclub
27.01.2016 D-Hamburg, Kleiner Donner
28.01.2016 D-Frankfurt, Das Bett
29.01.2016 CH-Thun, Mokka
30.01.2016 D-Karlsruhe, Kohi

Rezension (Album)

★★★★★★★★★★☆☆

10/12


Gute zehn Jahre nach ihrem Debüt „Railroad Tracks“  präsentiert die österreichische Singer-Songwriterin Clara Luzia (Maria Humpel) ihr nunmehr sechstes Album „Here’s To Nemesis“.

Asinella Records – das eigene Label

Ihr eigenes Label „Asinella Records“ wurde bereits mit Erscheinen des Erstlings ins Leben gerufen. Ihr in künstlerischer Hinsicht entschlossenes Handeln und die von Alexander Nefzger produzierten Songs brachten früh die nötige Anerkennung der Fachpresse. Mit eigenen Konzerten und respektablen Supports, unter anderem von Bradly Drawn Boy, schuf sie sich sukzessive eine verlässliche Zuhörerschaft, so dass sie ihr drittes Album „The Ground Below“ bereits vor ausverkauftem Haus im Wiener Werkstätten- und Kulturhaus vorstellen konnte. Auch die Nachfolgealben – „Falling Into Place“, „We Are Fish“  wie auch das jüngste “ Here’s To Nemesis“ – feierten hier anschließend Premiere.

Die Songs

Die Songs des Albums klingen angenehm roh, kommen überwiegend mit klassischer Rockinstrumentierung – Gitarre, Bass, Schlagzeug – aus und geben den Rahmen für Clara Luzias klare, etwas mädchenhafte Stimme vor, die zwar keinen österreichischen Dialekt, dafür einen Transfer des vielzitierten Wiener Schmäh und die besondere Beziehung des Wieners zum Tod in ihren durchweg englischsprachigen Lyrics durchscheinen lässt. Das Leben als Wechselbad der Gefühle mit all seinen Widersprüchlichkeiten wird in den zehn Liedern des Albums in folkig, bluesig bis rockige Liedform gebracht.

Gleich im ersten Song „Cosmic Bruise“ weist Clara Luzia den Weg zu Nemesis, der griechischen Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit, nicht ohne auf die lauernden Gefahren am Rande des Abgrundes hinzuweisen. Danach besingt sie in „The Drugs Do Work“ sehr bildhaft die Wirkung von Drogen. Von der Ferne sieht zwar alles gut aus, aber der Mörder liegt dennoch in deinen Armen.

Clara Luzia beschreibt in ihren Songs immer wieder die zwei Seiten des Lebens. „As Long As We Get By“ –  Wenn’s uns gut geht, fragen wir uns nicht warum. Läuft hingegen etwas schlecht, hören wir nicht auf uns zu fragen, warum das so ist. Letztlich läuft alles auf den Tod, „der ein Wiener ist“, hinaus:

„We all come from the sea
and we keep running back to it
the tide is free you see“

Recht rockig ist ihre Version von Lana Del Reys „West Coast“, das so geschickt in der Tracklist des Albums platziert ist und von Clara Luzia derart stark interpretiert wird, dass sogar das wahrlich nicht schwache Original etwas verblassen muss.

Mein Favorit des Albums am Schluss

Bei „Shipwreck“ gelingt Luzia ein Geniestreich im Songwriting:

„I wanna be a home and a shelter
I wanna be a shipwreck in the sea
I wanna be part of the billion
a plankton in the sea“

Gelungen auch das passende Cover-Art-Work von Alexandra Mia Monkewitz, das eine offene Walnuss zeigt oder ist es doch ein Blick in unsere beiden Hirnhälften?

Mit „Here’s To Nemesis“ ist der 37jährigen Künstlerin, die seit letztem Jahr mit Schlagzeugerin Cathi Priemer verheiratet ist, eine zugleich kraftstrotzende als auch „zart-bitter-süsse“ Platte gelungen, die nach und nach ihren Suchtfaktor beim Hörer entwickelt.

© Gerald Langer

Clara Luzia © Sarah-Haas
Clara Luzia © Sarah-Haas

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