Egotronic: C’est moi! (Sounds)


Egotronic | C'est moi!
Egotronic | C’est moi!

Egotronic

Tietel: C’est moi!
Label: audiolith
VÖ. 17.04.2015


Tracklist

Was soll’s (feat. Rüde + Yari) (Ausflug mit Freunden)
Maybe Someday (…die richtige Einstellung)
Rannte der Sonne hinterher (Macht keinen Lärm)
Die richtige Einstellung (…die richtige Einstellung)
Berlin Calling (Egotronic)
Raven gegen Deutschland (Lustprinzip)
Toleranz (Ausflug mit Freunden)
Exportschlager Leitkultur (…die richtige Einstellung)
Möllewahn (The Lost Tapes)
Die Partei hat immer recht (…die richtige Einstellung)
Von nichts gewusst (…die richtige Einstellung)
Pilze (…die richtige Einstellung)


Tour

09.04.2015  Heidelberg – Häll
10.04.2015  Zürich (CH) – Stall 6
11.04.2015  Chur (CH) – Selig
16.04.2015  Hannover – Cafe Glocksee (+ Tubbe)
17.04.2015  Hamburg – Knust
18.04.2015  Münster – Gleis 22 (+ Tubbe)
25.04.2015  Berlin – Lido
30.04.2015  Dresden – Scheune (+ Tubbe)
01.05.2015  Frankfurt – Zoom (+ Tubbe)
02.05.2015  Köln – Gebäude 9 (+ Tubbe + Captain Capa)
15.05.2015  Leipzig – Täubchenthal (+ Tubbe)
16.05.2015  Nürnberg – Club Stereo
22.05.2015  Hünxe – Ruhrpott Rodeo
03.06.2015  Paderborn – AstA Sommerfest
24.07.2015  Rostock – Rostockt Rockt

Rezension (Album)

„Wir haben Euch was mitgebracht – was, was, was….?“

Man möchte es nicht glauben, eine Art „Best Of Egotronic“.

Und es heißt auch noch, in Anlehnung an den bekannten arroganten Ausspruch von Ludwig XIV, den Sonnenkönig, „C’est moi!“, also kurzum „Ich bin’s“.

Egotronisch, egozentrisch, alter ego, viel ego, Alter! Komplett durchgeknallt nach dem letzten erfolgreichen Album „Die Natur ist dein Feind“ samt Tour?

Was ist denn – verdammt nochmal – in diesen Torsun Burkhardt gefahren, scheinbar alte Kamellen aufzumöbeln und dafür auch noch auf den ihm zur Verfügung stehenden Kanälen zu werben? Oh, wie peinlich, ja wie bieder! Fällt dem alten Elektro-Punker denn gerade nichts Neues ein?

Ganz schnell findet man sich selbst im Bereich der Vorverurteilungen wieder. Dabei ist diese Kollektion an älteren Songs von Egotronic weitaus mehr als das Aufwärmen kalten Kaffees.

Aufnahmestudio Brighton Electric

Die Arbeit im britischen „Brighton Electric“- Studio bekommt den ausgewählten Songs äußerst gut. Sie verlieren dabei die ursprüngliche elektronische Kälte, klingen mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Synthies deutlich wärmer. Die Rohheit von Clash, deren Albumcover „London Calling“ beim 2008er Album „Egotronic“ bereits unverkennbar als Vorlage diente – statt der Gitarre wurden damals die Keys wie ein Prügel (Pete Townshend stand 1979 wohl Pate) zeichenhaft in die Luft gestreckt – wird nicht erreicht.

Es bleiben dennoch Punk-Songs, die Synthies dulden, aber daneben klar das klassische Grundinstrumentarium einer Rockband deutlich durchhören lassen. Die Bandgeschichte muss möglicherweise umgeschrieben beziehungsweise ergänzt werden.

Aus der einstigen Electro-Synthie-Punk-Band hat sich eine Rockband entwickelt, die König „Torsun“ für die Grundsubstanz der Songs dankbar sein darf. Ich möchte zwar nicht soweit gehen, dass die Songs auf den Originalalben zuvor lediglich „wie Demos klangen“, aber der Input der gegenwärtigen Bandmitglieder lässt sie alle einfach noch mehr funkeln. Derart hübsch aufpoliert, haben die Songs an inhaltlicher Brisanz (leider) keineswegs verloren.

Bei der momentanen politischen Großwetterlage dürfte Torsun zumindest der Stoff für neue Lyrics nicht ausgehen

„Am 17.04. wird es endlich soweit sein: Das Ergebnis dieser Klassenfahrt der Taugenichtse wird das Licht der Welt erblicken!“ (Torsun Burckardt)

In dieser Bandkonstellation wird wohl – sollte Torsuns Gesundheit mitspielen, was wir ihm natürlich alle wünschen – spätestens im Jahr 2016 ein „richtig neues Album der Egotronicer“ ins Haus stehen. 

Die Band mit Kilian an den Synthies, Chrü an der Gitarre und Reuschi am Schlagzeug geht in den nächsten Tagen wieder auf Tour und wird für volle Häuser sorgen. Live lässt es das Quartett um Mastermind Torsun erst richtig krachen! Für die Bühne gilt ohnehin „absolut“ empfehlenswert!

Im Jahr 2015 sind darüber hinaus noch weitere Überraschungen geplant. 

© Gerald Langer


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