Sly & Robbie Meet Nils Petter Molvaer: Hafensommer Würzburg 2015 (Live)

Sly & Robbie Meet Nils Petter Molvaer

Datum: 29.07.2015
Venue: Mainwiesen Würzburg
Show: Hafensommer Würzburg
Autor/Fotograf: Gerald Langer

LineUp | Sly & Robbie Meet Mils Petter Molvaer

Sly Dunbar – drums
Robbie Shakespeare – bass
Nils Petter Molvær – trumpet
Eivind Aarset – guitar
Vladislav Delay – live sampling, keys

Konzertbericht

Ätherisches Trompetenspiel 

Würzburg (music-on-net) – „Jamaica meets Scandinavia – The world’s finest rhythm section joins forces with seminal Norwegian trumpet player.“ – so das Programmheft des Würzburger Hafensommers 2015.

Der norwegische Trompeter Nils Petter Molvær trifft – nach seinem legendären Auftritt beim Hafensommer 2012 mit Stian Westerhus (Gitarre) und Erland Dahlen (Schlagzeug) – heute Abend auf das jamaikanische Rhythmus-Duo Sly & Robbie.

Diese ozeanübergreifende Begegnung ist über weite Strecken durchaus spannend, was aber weniger an der mehrfach Grammy dekorierten Rhythmus-Sektion liegt, sondern überwiegend an dem fantastischen Dreigestirn aus Nils Petter Molvær (Trompete), Eivind Aarset (E-Gitarre) und Vladislav Delay (Samples).

Der Bühnenaufbau mit dem ganz weit nach hinten gerückten Schlagzeug des schwarzen Sly Dunbar, der während des gesamten Auftrittes auch noch einen dunklen Bauhelm trägt, und dem im Mittelfeld agierenden, häufig auf einem Barhocker sitzenden Robbie Shakespeare am Bass unterstützt auch optisch diesen Eindruck.

Die Jamaikaner machen sich auf der Bühne eher unsichtbar, wenn man mal von der Reggae-Dub-Electronic geprägten Version von Pink Floyds’s „Another Brick In The Wall“ und der etwas seltsamen Schlussphase mit einem krampfhaft gestikulierenden, das Publikum einheizenden, Robbie Shakespeare absieht.

Das Projekt erscheint jedenfalls noch weiter entwickelbar, sofern sich die Beteiligten nicht schon gedanklich mit neuen Kooperationspartnern und Projekten beschäftigen sollten. Ich bin froh, dass das Projekt weniger Reggae lastig war, als von mir anfänglich vermutet.

In bester Erinnerung bleibt mir heute wiederum Molværs ätherisches Trompetenspiel, das ich mir seit seinem Debütalbum Khmer (1998) immer wieder gerne zu Gemüte führe.

Sein Fusionsdrang wird auch nach diesem Projekt sicherlich nicht zum Erliegen kommen.

Aber auch Molværs Landsmann Eivind Aarset hat mich mit seiner synthetisierten E-Gitarre sehr beeindruckt.




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