Madsen: Gut Wöllried Rottendorf (Würzburg) 2026

madsen

Madsen

Datum: 10.07.2026
Venue: Gut Wöllried Rottendorf/Würzburg
Show: Kulturtage auf Gut Wöllried
Tour: Smile-Tour 2026

Website: https://www.madsenmusik.de
Autor: Gerald Langer


Inhaltsverzeichnis

Konzertbericht

Ein warmer Sommerabend, ein weit gespannter, noch immer blauer Himmel über dem Gut Wöllried. Erneut ideale Rahmenbedingungen, die Open-Air-Konzerte zu einem besonderen Erlebnis machen.

Die Vorarbeit für den Auftritt von Madsen erledigt das Quartett BAITS, das sich trotz stechender Abendsonne unglaublich ins Zeug legt und ein 40-minütiges kraftvolles Set liefert, das Liebhaber von Indie-Rock mit Punk-Attitüden Spaß machen wird.

Als Madsen um 20:00 in Rottendorf bei Würzburg auf die Bühne treten, liegt natürlich eine spürbare Erwartung in der Luft.

Das niedersächsische Quintett, heute um einen weiteren Gitarristen – Martin „Mücke“ Krüssel – erweitert, seit zwei Jahrzehnten eine feste Größe im deutschsprachigen Indie- und Alternative-Rock, hat sich eine treue Fangemeinde erspielt.

Auch einzelne junge Familien sind vor der Bühne vertreten, die Ohren der Kinder meist mit „Micky Maus“-Gehörschutz versehen. Den braucht man auch.

Das Gros der Besucher:innen sind indes junge Fans und Menschen, die in der Mitte ihres Lebens angekommen sein dürften. Ich bin mit Sicherheit einer der ältesten Besucher am heutigen Abend.

Schon die ersten Akkorde lassen keinen Zweifel daran, dass auch Madsen die Reputation einer lauten Band mit Nachdruck verteidigen.

Mit druckvollem Gitarrensound und der unverkennbaren Stimme von Sebastian Madsen eröffnen sie ihr Set – direkt, energetisch und ohne Umwege. Die Band wirkt dabei vom ersten Moment an präsent und spielfreudig, fast so, als hätten sie auf genau diesen Abend hingearbeitet.

Dabei gelingt ihnen die Balance zwischen roher Rockattitüde und emotionaler Offenheit, die ihre Songs seit jeher auszeichnet.

Doch das, was so druckvoll beginnt, verliert im Verlaufe des abendlichen Sets zwischendurch immer wieder etwas an Kraft. Es ist die Dauer der gut gemeinten Ansagen der Brüder Madsen, die Nähe zum Publikum schaffen soll. Diesbezüglich haben die wilden BAITS als Support die bessere Balance gefunden.

Das Publikum auf Gut Wöllried zeigt sich dennoch aufnahmebereit und durchweg begeistert. Es entwickelt sich vor der Bühne eine dichte Atmosphäre, in der sich die beinharten Fans versammeln. Immer wieder kommt es auch zu kleinen Crowdsurfing-Intermezzi.

Die Dramaturgie des Abends ist insgesamt dennoch klug aufgebaut. Energetische Passagen wechseln sich mit ruhigeren Momenten ab.

Klassiker wie „Die Perfektion“ oder „Du schreibst Geschichte“ – zuvor ein Exkurs zu Nirvana „Smells Like Teen Spirit“ – werden lautstark mitgesungen, während neuere Stücke nahtlos in das Set integriert werden und beweisen, dass die leicht angegraute (gemeint ist natürlich das Haupthaar) Geschwisterband auch im Hier und Jetzt relevant bleibt.

Natürlich gibt es nach 90 Minuten ein gehöriges Zugabenset, das mit dem Klassiker „Lass die Musik an“ abgeschlossen wird.

© Gerald Langer


Hörtipp:

Madsen – Smile

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©-Madsen_Smile_Albumcover_2026

Line-up

Sebastian M. Gesang, Gitarre, Texte
Sascha M. Schlagzeug
Johannes M. Gitarre
Niko Maurer Bass
Lisa Nicklisch (Lisa Who) Keyboard, Gesang
Martin „Mücke“ Krüssel Gitarre


Setlist

Setlist Madsen Gut Woellried 2026

Deutschland-Tour 2026

Die nächsten Open-Air Termine

17.07.2026: Bremen – Seebühne
25.07.2026: Bonn – Late Summer Alternative Night
02.08.2026: Freiburg – Zelt-Musik-Festival (Zirkuszelt)
28.08.2026: Koblenz – Festung Ehrenbreitstein


Bildergalerie


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