Dana Fuchs: Love Lives On (Sounds)


Dana Fuchs - Love Lives On - Album - Cover 2018
Dana Fuchs – Love Lives On – Album – Cover 2018

Dana Fuchs

Album: Love Lives On
VÖ: 18.05.2018
Format: CD, digital, Vinyl
Label: Get Along Records
Vertrieb: membran
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Tracklist

1. Backstreet baby
2. Ain’t nobody’s fault but mine(words and music by Otis Redding)
3. Callin’ angels
4. Sittin’ on
5. Love lives on
6. Sad solution
7. Faithful sinner
8. Sedative
9. Ready to rise
10. Fight my way
11. Battle lines
12. Same sunlight
13. Ring of fire (words and music: June Carter Cash & Merle Kilgore)

Anspieltipps – fett 


Line-Up

Dana Fuchs – lead vocals
Dana Fuchs – acoustic guitar on „Ring Of Fire“
Jon Diamond – electric & acoustic guitar, harmonica
Reverend Charles Hodges – organ
Steve Pots – drums
Glen Patscha – piano, wurlitzer
Kirk Smoothers & Marc Franklin – horns
Reba Russell & Susan Marshall – backing vocals
Eric Lewis – mandolin, lap steel, pedal steel
Felix Hernandez – congas


Diskografie

Lonely for a Lifetime (2003)
Dana Fuchs live in NYC (2008)
Love To Beg (2011)
Bliss Avenue (2013)
Songs From The Road (2014)
Love Lives On (2018)


Tour

08.06.2018 D-Bordesholm, Albatros
09.06.2018 D-Twistringen, Festival
10.06.2018 D-Dortmund, Piano
14.06.2018 D-Bensheim, Rex
15.06.2018 D-Reichenbach (BW), Die Halle
16.06.2018 CH-Rapperswil, Jazz & Blues Festival
04.10.2018 D-Torgau, Kulturbastion
05.10.2018 D-Dresden, Tante Ju
06.10.2018 D-Affalter/Leipzig, Zur Linde
08.10.2018 D-Berlin, Quasimodo
10.10.2018 D-Bielefeld, Forum
11.10.2018 D-Isernhagen, Bluesgarage
12.10.2018 D-Kiel, Räucherei
13.10.2018 D-Hamburg, Knust

Rezension (Album)

Die vielen Schicksalsschläge sieht man Dana Fuchs auf dem Cover ihres aktuellen Albums Love Lives On nicht an. Hier blickt den Betrachter eine langmähnige, grazile, entschlossen wirkende Frau an. Doch ist ihre Biografie von vielen negativen Lebenserfahrungen in der Großfamilie, in der sie aufwuchs, gezeichnet. Erst den Bruder, dann die ältere Schwester (durch Suizid) und zuletzt die Mutter verloren, aber jüngst einen Sohn zur Welt gebracht.

Vita

Musik spielte im Hause Fuchs immer eine Rolle. Waren die Eltern ohnehin an amerikanischer Pop- und Rockmusik interessiert, fingen die sechs Kinder schon bald an, selbst zu musizieren und in lokalen Bands zu mitzuspielen. Auch Dana schloß sich einer Band an, sang aber auch in einem Gospelchor der Kirchengemeinde mit. Mit gerade 19 Jahren wagte sie den Umzug von Florida in die Metropole New York, Berufsziel: Bluessängerin. Am Broadway mimt sie überzeugend die große Janis Joplin im Musical Love, im Beatlesfilm Across the Universe (2007)  die Sadie.

Die entscheidende Begegnung war  allerdings die mit Jon Diamond, der ihr Partner – privat und beruflich  – werden sollte. An allen ihren bisherigen Veröffentlichungen war infolgedessen Jon Diamond maßgeblich beteiligt. Waren die letzten Studioveröffentlichungen – Love To Beg (2011), Bliss Avenue (2013) und Songs From The Road (2014) – bei RUF Records erschienen, folgt mit Love Lives On auch hier gewissermaßen eine Emanzipation. Mit dem Get Along Records hat sie nach vorausgehender Crowdfunding Kampagne ihr eigenes Label etablieren können.

Love Lives On – ein musikalisches Manifest

Mit Love Lives On gelingt Dana Fuchs ihr musikalisches Manifest, das alle ihre bisherigen musikalischen Aktivitäten als Blues und Blues-Rock-Sängerin auf den Punkt bringt, aber – man mag es kaum glauben – noch mehr Soul, noch mehr Seele, durchscheinen lässt. Unterstützung erhält ihre Band durch die Bläsersektion mit Kirk Smoothers und Marc Franklin und an der wunderbaren Wurlitzer, gespielt von Glen Patscha.

Auf Love Lives On wird die Geschichte des Memphis Soul und des Stax-Labels überwiegend mit Eigenkompositionen wachgehalten. Mit den beiden Coversongs von Nobody’s Fault but Mine und Ring Of Fire gelingen Dana Fuchs mit Band zudem zwei Neuinterpretationen, die locker neben dem Original bestehen können.

Die Ergänzung des Songwriting-Teams um Scott Sharrard, der lange Zeit in der Greg Allman Band gespielt hat, zu ergänzen und die Produktion in die Hände von Kevin Houston zu legen, waren zudem wohlüberlegte Glücksgriffe, die dieses Album so überragend machen.

Dem Anspruch, Songs zu schreiben, die den Zuhörer berühren, hat Dana Fuchs jedenfalls auch mit diesem Album erneut voll erfüllt.

Bleibt nur zu hoffen, dass die amerikanische Künstlerin künftig auch ohne Schicksalsschläge derart hochklassiges Material liefern wird.

Sie ist mit sich selbst jedenfalls derzeit im Reinen:

„…. This album is a second child to me. It’s who I am at this moment in time, captured on tape …“

© Gerald Langer


Dana Fuchs | YouTube

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