Ash Gray: Chickenwire (2018)

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Ash Gray

Titel: Chickenwire
Formate: CD, digital
VÖ: 26.01.2018
Label: Labelship
Vertrieb: Broken Silence
Websites: ashgraynews.com
Facebook: www.facebook.com/ashgraymusic


Rezension (Album)

Das Album mit dem fast naiv wirkenden Cover lag bei mir einige Monate auf einem beträchtlichen Stapel hörenswerter Neuerscheinungen. Nun endlich habe ich die Zeit gefunden, mir das zweite Solo-Album von Ash Gray mit der nötigen Aufmerksamkeit anzuhören. Und – es ist wahrlich entzückend.

Ash Gray: Singer und Songwriter

Der US-Amerikaner ist Singer und Songwriter im besten amerikanischen Sinne. Gebürtig aus Pittsburgh hat es ihn, mehr oder weniger via Austin, Texas, New York City ins englische Sheffield verschlagen.

Country, Folk, Rock, Bluegrass verschmilzt er mit leicht psychedelischen Anklängen, die mich an den frühen Syd Barrett erinnern, zu einer klanglichen Melange, die ihre Wurzeln wohl in der Vergangenheit hat, aber letztlich doch von zeitloser Grandezza ist.

Knapp 40 Minuten benötigt er für seine zehn Songs, die vom ersten bis zum letzten Moment direkt zu fesseln wissen. Das ist die Musik, die das Mitwippen der unteren Gliedmaßen auch bei etwas weniger beweglich wirkenden Zeitgenossen – wie ich es bin – sofort in Gang setzt.

Und ist der Club möglicherweise mal nicht voll, dann wird Ash Gray mit seinem Mitstreitern in die nächstbeste Fußgängerzone oder zum nächsten Straßenmusikfestival ziehen. Dort wird er unter Garantie mit seiner hell klingenden (Steeel-) Gitarre und seinem feinen Stimmchen Heerscharen von Bewunderen zum Innehalten bringen.

Dieser Cowboy ist Musikant durch und durch, ein Überzeugungstäter in Sachen Musik, der mit diesem Album hoffentlich die Aufmerksamkeit erhält, die ihm längst gebührt.

Der einzige Makel, den ich – möglicherweise auch altersbedingt – anzeigen muss, ist die viel zu kleine Schrift beim ansonsten sehr liebevoll gestalteten Klappcover.

„Lieber Ash,

denke das nächste Mal bitte an mehr Barrierefreiheit – vielen Dank!

Oder veröffentliche dieses Album doch noch auf Vinyl, wenngleich es als CD bereits außerordentlich gut klingt!“

© Gerald Langer


Tracklist

The Other Man
Golden Road
The Creek Don’t Rise
Josephine Clark
Sundown (Come See Me)
When the Devil Comes Home
Firefly
Chickenwire
Life’s Pounding Adventure
It Might Get Loud

Anspieltipps – fett 


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