Wolfgang Dauner: Jazz Bigband Graz – Hafensommer Würzburg 2012
Ein Abend der Kontraste steht heute an. Zunächst ein Solokonzert von Wolfgang Dauner, im Anschluss daran das Ensemble Jazz Bigband Graz, kurz JBBG genannt. Doch der Reihe nach.
Unter der Kategorie REVIEWS findet man Besprechungen zu Konzertveranstaltungen, aber eben auch Kritiken zu Ton- und Bildträgern. Auch die eine oder andere Empfehlung findet sich darunter.
Ein Abend der Kontraste steht heute an. Zunächst ein Solokonzert von Wolfgang Dauner, im Anschluss daran das Ensemble Jazz Bigband Graz, kurz JBBG genannt. Doch der Reihe nach.
Der Abend beginnt mit einem ordentlichen Regenschauer vor dem Konzertauftakt. Hatte der künstlerische Leiter, Jürgen Königer, versehentlich – die schlechtes Wetter im Keim erstickende – Sonnenbrille abgelegt? Nach Ausgabe von Plastiküberhängen seitens des Veranstalters klart das Wetter auf und stabilisiert sich entsprechend.
Knapp fünf Millionen Einwohner, nicht unbedingt von der Sonne verwöhnt, von Gebirgsketten und kargen Hochebenen geprägt, Heimatland des Komponisten Edvard Grieg und des Malers Edvard Munch, hat sich das Königreich Norwegen auch zu einem Pool weltweit anerkannter Musiker, die im weitesten Sinne dem Jazz zuzurechnen sind, entwickelt.
Der Hafensommer hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst einmalige Kollaborationen auf seiner schwimmenden Bühne zuzulassen. Dieses Versprechen, Außergewöhnliches, manchmal auch sehr weitab von unseren Hörgewohnheiten, anzubieten, hat er heute Abend erneut eingelöst.
Das Konzert ist für 21:00 angekündigt, tatsächlich beginnt es nach einiger Wartezeit in der sich füllenden, am Schluss leider längst nicht vollen, Posthalle gut zwanzig Minuten später. Das Warten hat sich allerdings gelohnt. Vom ersten Moment an große Euphorie, nicht nur in vorderster Reihe und bei den Hardcore-Fans.
Lediglich drei Konzerte in Deutschland geben Gov’t Mule im Rahmen der laufenden Europatournee. Eines davon im heute Abend sehr gut gefüllten Löwensaal, ganz in der Nähe des Tiergartens Nürnberg, wie der Name schon vermuten lässt.
Vier abwechslungsreiche Tage Musik, kleine und ganz große Kunst, liegen hinter mir. Viele Stunden habe ich auf dem Festivalgelände am Main verbracht, vorzugsweise an der Draussen-Bühne, der Drinnen-Bühne und im Kinderkulturzelt.
Der musikalische Marathon geht zu Ende. Das Wetter soll, obwohl einige dunkle Wolken aufziehen, auch am letzten Festivaltag halten.
Der Sonntag ist erfahrungsgemäß ein Tag mit hohen Besucherzahlen. Die Vermutung bestätigt sich. Auf der geteerten Haupterschließungsachse des Geländes geht es meist nur schleppend voran.
Der erste Tag des Africa Festivals hatte bereits verheißungsvoll begonnen. Der Samstag sollte ihm keineswegs qualitativ nachstehen. Das Wetter ist für einen Festivaltag geradezu ideal.