Boy: Posthalle Würzburg 2012 (Live)

Boy

Datum: 27.02.2012
Venue: Posthalle Würzburg
Show:
Support: Husky
Autor/Fotograf: Gerald Langer


Setlist | BOY

Drive Darling – Waitress – Oh Boy – Army – Boris – Skin – Railway – July – This Is the Beginning – Silver Streets – Little Numbers – Zugaben: Waltz for Pony – Hotel


 Boy | Tourdaten 2012

  • 29.02. A-Graz, PPC
  • 01.03. A-Innsbruck, Weekender
  • 02.03. München, Alte Kongresshalle (Verlegt von 59:1)
  • 03.03. Karlsruhe, Tollhaus
  • 05.03. Freiburg, Jazzhaus
  • 06.03. Darmstadt, Centralstation
  • 07.03. Köln, Live Music Hall
  • 08.03. Berlin, Postbahnof
  • 09.03. Hannover, Musikzentrum
  • 23.03. Krefeld, Kulturfabrik
  • 24.03. CH-Zürich, m4music
  • 26.03. CH-Basel, Kaserne
  • 27.03. CH-Bern, Bierhübeli
  • 28.03. CH-Luzern, Schüür
  • 30.03. CH-St. Gallen, Palace
  • 31.03. CH-Buchs, Krempel
  • 02.04. Konstanz, Kulturladen
  • 03.04. Tübingen, Sudhaus
  • 04.04. L-Luxemburg, Atelier
  • 05.04. Kaiserslautern, Kammgarn
  • 07.04. Gera, „Songtage@Comma“

Konzertbericht

„Hallo Würzburg, bis gleich in der Posthalle …“ (BOY via Facebook vor dem Konzert)

Würzburg (music-on-net) Die Posthalle Würzburg füllt sich heute Abend zusehends mit überwiegend jungem und meist weiblichem Publikum. Natürlich dürfen auch Jungs mit.

BOY sind allerdings – anders als es der Name zunächst vermuten lässt – zwei junge Damen. Valeska Steiner, die Sängerin aus Zürich und Sonja Glass aus Hamburg, die Bassistin trafen in Hamburg vor einigen Jahren  aufeinander und entschlossen sich sodann, gemeinsam Musik zu machen.


Husky (Support)

Husky Posthalle Wuerzburg 2012 © Gerald Langer 14
Husky – Posthalle Wuerzburg 2012 © Gerald Langer


Unterstützt werden sie heute im Vorprogramm von der australischen Band Husky, die bisher in Deutschland noch keinen allzu großen Bekanntheitsgrad erreicht haben dürfte.

Heute gewinnt die Band allerdings einige neue Verehrer(innen) dazu. Angekündigt von Valeska, bieten sie ein halbstündiges Set, welches sich stark am Folkrock orientiert und sich dabei dennoch sehr eigenständig im Universum der frühen Beatles, der Beach Boys bis hin zu Crosby, Stills und Nash bewegt.

Husky Gawenda (Gesang, Gitarre), Gideon Preiss (Keyboard, Gesang), Evan Tweedie (Bass, Gesang), können als Trio vor allem mit ihrem Gruppengesang überzeugen. Die drei Australier zeigen, wie man mit sparsamem Einsatz von technischem Equipment, guten Stimmen und viel Gefühl für Harmonien auch junges Publikum noch immer begeistern kann.


BOY

Boy Posthalle Wuerzburg 2012 © Gerald Langer 27
Boy – Posthalle Wuerzburg 2012 © Gerald Langer


Nach einer Umbaupause kommen schließlich BOY mit männlicher Begleitband auf die Bühne. Doch heute ist „Girlie-Tag“. Die Musiker halten sich überwiegend im Hintergrund, percussionieren und keyboarden, unterfüttern die überwiegend filigranen Soundskizzen des schweizerisch-deutschen Duos. Die Songs schwirren durch die Posthalle wie die ersten Glühwürmchen. Naja, zumindest klopft der nahende Frühling hörbar an.

Der Songfundus, aus dem BOY schöpfen kann, ist momentan noch überschaubar. Dennoch bestreiten sie damit ein rund 75-minütiges Konzert. Die Texte – allesamt englisch, akzentfrei und gut verständlich vorgetragen, damit sicherlich auch den internationalen Musikmarkt im Auge – bieten hohes Ohrwurmpotental, Wer hat es noch nicht erlebt? Aufbruch in eine neue Stadt, Verlassen von Freunden und, und, und…

Sicherlich haben die beiden Damen hart am Debütalbum gearbeitet. Das Schöne und Sympatische dabei ist, dass die Songs dennoch geradezu butterweich daherkommen und sich in unseren Gehörgängen einnisten.

Die Musik von BOY ist natürlich höchst radiotauglich, was ihre Qualität nicht mindern soll, im Gegenteil. Ob BOY allerdings wirklich irgendwann regelrecht massentauglich werden, ist derzeit nicht abzuschätzen. Das aktuelle Album liegt in den deutschen Verkaufscharts ganz weit vorn. Das Nachfolgewerk, das berühmt-berüchtigte und oft gefürchtete zweite Album, wird schon bald nach der Tour auf ihnen lasten.

Natürlich wünsche ich den beiden Damen Erfolg, allerdings nicht so viel, dass die Veranstaltungsorte immer größer werden. Damit würde die Musik viel von ihrem Charme verlieren. Es wäre doch schade, wenn unsere Träume zerplatzen müssten, wie der große Ballon, der den ganzen Abend – allerdings schadensfrei – über der Bühne schwebte.


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