Andy Fleet: The Sleepless Kind (Sounds)


ANDY FLEET_THE SLEEPLESS KIND_2020
ANDY FLEET_THE SLEEPLESS KIND_2020

Andy Fleet

Album: The Sleepless Kind
Format: CD, Digital
VÖ: 03.04.2020
Label: Low Vinyl Records
Vertrieb: Soulfood
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Tracklist

The Sleepless Kind Pt. 1
Been There Drunk That
All Broke Out With The Blues
Stolen Years
The Hobbyist
Through Closed Eyes
Love’s Enemy
I’ve Heard it All
The Sleepless Kind Pt. 2


Line-Up

Andy Fleet — Gesang, Piano
Andre Canniere — Trompete
Zane Maertens — Bass
Joe Evans – Drums

Additional:

Pete Kershaw – electric guitar
Chez Taylor – saxophone & flute
Sarah Doe – backing vocals


Credits

Recorded by Ralph Salmins at The Bunker Studio, Martin Atkinson at MARS studio, Dick Emmet at Red Gables Studio and by myself at home.

Mastered by Martin Atkinson at MARS. Artwork by Alban Low.


Diskografie

2009: The Night Falls Fast
2013: Taking Aim
2020: The Sleepless Kind

Rezension (Album)

„Don’t shoot me, I’m only the piano player“, so betitelte Elton John sein sechstes, im Jahre 1972 erschienenes, Studioalbum. Dieses Unglück ist glücklicherweise nie passiert, der weltbekannte britische Pianist verabschiedete sich jüngst von den Bühnen dieser Welt. Weit über dreißig Alben listet sein Werkverzeichnis bis heute.

Die Diskografie des Briten Andy Fleet fällt doch etwas bescheidener aus. Mit The Sleepless Kinds legt der Komponist, Sänger und ebenfalls Pianist nach The Night Falls Fast (2009) und Taking Aim (2013) sein drittes Studioalbum innerhalb von elf Jahren vor und, wie ich nach Recherche seines hörenswerten schmalen Backkataloges feststellen möchte, auch sein bisher bestes.

Es listet gerade einmal neun Songs, gefasst vom zweiteiligen Titelsong – The Sleepless Kind Pt. 1 / 2. Kein schwacher Track dabei, dafür mich ein unbedingter zentraler Anspiel-Tipp:

Das mehr als siebenminütige Through Closed Eyes, ein echter Killersong! Gefühlvolles Schlagzeug von Joe Evans, Andy Fleets ruhiges Pianospiel und die betörende Trompete von Andre Canniere. Zum Wegträumen!

35:35 zeigt der Player am Anfang und Ende an. Ein absolut kurzweiliges Album, nicht nur für Nachtschwärmer, wie die Eule auf dem Cover vermuten lässt. Magische Songs, etwas traurig und nachdenklich machend. Ein Stimmungsbild, das in die Gegenwart passt. Damit am Puls der Zeit.

Das raue und rumpelnde Nighthawks At The Diner von Tom Waits war 1975. The Sleepless Kind von Fleet aus dem Jahr 2020 ist hingegen geschmeidig, aber ebenso großartig mit Einflüssen aus Jazz, Blues und Klassik.

Schlicht – ein kleines Meisterwerk!

© Gerald Langer


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