Stick Men: Hafensommer Würzburg 2013 (Live)

Stick Men

Datum: 10.08.2013
Venue: Mainwiesen Würzburg
Show: Hafensommer Würzburg
Autor/Fotograf: Gerald Langer


Line-Up

Tony Levin – stick
Markus Reuter – touch guitar
Pat Mastelotto – drums, electronics


Setlist

Nude Ascending – Trees – Crack In The Sky (with vocals) – Breathless – Improv/Horatio – Whale Watch – Cusp – Open – Firebird ( Strawinsky) – Encore: Larks Tongues In Aspic

Konzertbericht

Das famose Trio: Tony Levin – Markus Reuter – Pat Mastelotto

Würzburg (music-on-net) Dem heutigen Abend habe ich lange entgegen gefiebert. Die Rhythmus-Sektion der im Herbst auch in Deutschland anstehenden Peter-Gabriel-So-Anniversary-Tour-2013  steht heute mit zwei verschiedenen Formationen auf der Hafenbühne. Meine Erwartungen sind entsprechend hoch.

Bei dem Trio Stick Men um den Weltklasse-Bassisten Tony Levin darf man zudem nicht leichte Kost erwarten. Habe sie schon zweimal live erleben dürfen. Damals noch mit Michael Bernier.

Heute hat seinen Platz der deutsche Meisterschüler von Robert Fripp (King Crimson), Markus Reuter eingenommen. Markus Reuter ist Projektkünstler und mit Pat Mastelotto auch unter dem ProjektnamenTuner unterwegs.

Das Trio schafft Sound-Landschaften, die immer wieder die Person Robert Fripp und damit den nimmermüden Prog-Rock-Ambient-Dinosaurier King Crimson in Erinnerung bringen.

Für den besonderen Sound sorgt neben den beiden ausgesprochenen Stick Men – Tony Levin am, seit etwa 35 Jahren gespielten, Chapman Stick (letztlich der Bass) und Markus Reuter an seiner achtsaitigen Touch Guitar als Eigenentwicklung – sowie der grandiose Pat Mastelotto, ein Schwergewichts-Drummer, der aber auch sehr feinfühlig mit Becken und Trommel umzugehen weiß. Und für die diversen Samples und Loops sorgt er auch noch ganz nebenbei.

Eine würdige Verneigung vor Robert Fripp mit Breathless von dessen Album Exposure, an dem sich schon Peter Gabriel bei seinem zweiten – von King Crimson Mastermind produzierten – Album (Scratch) „vorausahnend“ orientierte.

Die Stränge laufen eben alle irgendwie auch wieder zusammen.

Das mehrteilige Stück Whale Watch, in dem Levin’sche Kindheitserinnerungen verarbeitet werden, erklärt Markus Reuter dem Publikum auf ausdrücklichen Wunsch von Tony Levin detailliert auf Deutsch.

Anschließend hören wir unter anderem die klangliche Übersetzung eines schweren Schiffsdiesels, der den damals noch „kleinen Tony“ hinaus aufs Meer fuhr, um dort Wale beobachten zu können.

Als Zugabe ein geniales Larks Tongues in Aspic. Vivat King Crimson!

Leider bin ich noch längst nicht satt.

Aber mit Manu Katché steht ja das sprichwörtliche Dessert noch an.


Stick Men - Hafensommer Würzburg 2013
The Stick Men – Hafensommer Wuerzburg 2013 – © Gerald Langer


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