The Birth Of Loud – Autor: Ian S. Port [2019] (Book)

Rezension


the birth of loud

The Birth Of Loud

Titel: The Birth of Loud –
Leo Fender, Les Paul, and the guitar pioneering rivalry that shaped Rock’n’Roll

VÖ: 2019
Verlag: Scribner
Autor / Fotograf: Ian S. Port
Umfang: 340 Seiten, davon 8 Seiten SW-Photos
Paperback ISBN 978-1-5011-4173-7
Preis: 15,95 € , Kindle 13,48


Rezension

Gefühlte 80 Prozent der E-Gitarren in der Pop-Musik mit all ihren Stilrichtungen haben mit diesen beiden Namen zu tun – je nach Genre mehr oder weniger. Leo Fender, der geniale Radio-Tüftler, der selber gar keine Gitarre spielen konnte, aber die Gitarrenproduktion revolutionierte. Und Les Paul, Gitarren-Virtuose und Sound-Genie, der dem bekanntesten Gibson-Modell seinen Namen gab.

Ian S. Port schreibt für den Rolling Stone und das New York Times Magazine und hat die Verdienste der beiden Gitarren-Pioniere auf fesselnde Weise aus der Entwicklung der populären Musik herausgeschält – und ihre herausragende Bedeutung in eine roman-artige Erzählung verpackt.

Gespickt mit Details zu Musikern und Gitarrentechnik, aber durchaus allgemeinverständlich auch für Nicht-Musiker. Der interessierte Musikhörer versteht jetzt den Unterschied zwischen einem normalen Pick-up und einem Humbucker, viel nerdiger wird es nicht. 45 Seiten Notizen und Quellenangaben lassen auf eine akribische Recherche schließen.

Aber immer spannend, auch für Musiker. Warum überhaupt E-Gitarren und wer brauchte die ursprünglich? Wer würde da jetzt Country und Jazz erwarten? Ursprünglich sollte der akustischen Gitarre nur zu mehr Lautstärke verholfen werden, um unter den anderen Instrumenten nicht unter zu gehen.

Welche etablierten Musiker haben die Entwicklung vorangetragen? Welche neuen Künstler haben sich mit dieser Entwicklung etabliert? Und welche Musik?

Bekannte Namen ziehen sich natürlich durch alle Kapitel, mit vielen Details zu „wer-wann-was und warum“ gespielt hat. Aber auch hintergründige, aber nicht unwesentliche Zusammenhänge abseits der bekannten Rock-Historie: vormals anonyme Studiomusikerin verhilft der Position des Bassisten durch den E-Bass zu einer neuen Rolle innerhalb der Band und dem Klanggefüge. In der Folge etabliert sich die schwarze Musik via Motown in den weißen Charts…

Ein wirklich toller Ritt durch die Geschichte des Rock!

Leider ist The Birth Of Loud nur auf Englisch und Spanisch, in Papier eher schwer erhältlich. Dafür mit einer Playlist auf Spotify, die die erwähnten Musiker und Stücke in passender Reihenfolge auf die Ohren bringt.

© Jörg Neuner


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