Luke Gasser: Mercy On Me (2017)

Luke Gasser - Mercy On Me - 2017 - Album Cover
Luke Gasser – Mercy On Me – 2017 – Album Cover

Luke Gasser

Titel: Mercy On Me
VÖ: 26. Mai 2017
Label : Lucky Bob Records
Luke Gasser Website


Rezension (Album)

Luke Gasser Live ist ein Erlebnis.

Ich hatte im Dezember 2014 das Vergnügen, als er im Trio mit Pascal Zwyssig am Bass und Rudolf Halter am Schlagzeug  die Posthalle Würzburg im Vorprogramm der deutschen Rockröhre Doro rockte. Eine nicht ganz einfache Aufgabe des „Vorheizens“, die Gasser aber  souverän meisterte.

Bands mit höherem Bekanntheitsgrad zu „supporten“, bietet regelmäßig die Chance, grandios zu scheitern oder, das ist das Verlockende, ein größeres Publikum zu erreichen und die eigene Fanbase auf- und weiter auszubauen.

Tourneen mit Status Quo, Sir Bob Geldof und Nazareth hat Luke Gasser im letzten Jahr hinter sich gebracht, einen weiteren Dokumentarfilm gedreht und ein Buch geschrieben.

Tausendsassa aus der Schweiz

Der 51-jährige Schweizer ist zwar ein Tausendsassa, keineswegs aber ein Hans Dampf in allen Gassen.

Als Filmemacher, Bildhauer, Maler, Musiker, Schauspieler und Buchautor ist er vielmehr das vielgerühmte Schweizer Messer, das Vielfalt und Qualität in einem einzigen Handwerkzeug zu vereinigen mag.

Luke Gasser hat sich in den letzten Jahren die englischsprachige Rockmusik zu eigen gemacht, Mundart ist passé. Seine Arbeitsweise darf als rasend schnell bezeichnet werden, wenn man die Hinweise unter den Lyrics im ausführlichen Booklet betrachtet. An einem Tag, genauer gesagt am zweiten Weihnachtsfeiertag 2016,  haut Herr Gasser Songs wie Hey Hey hey (Pussyfooter) raus.

Auf Mercy On Me veröffentlicht er insgesamt zwölf neue kraftvolle Songs, die er selbst im Studio schon ein stückweit Live-Atmosphäre atmen lässt.

Und den kauzigen Neil Young scheint er ebenso zu mögen:

„So keep on rockin‘ in a free world,
open your minds and open your hearts!
May the Lord strengthen our faith and may he bless you
wherever you go!“

kann man am Ende des Beiheftes zur aktuellen Compact Disc lesen.

Dampf ablassen über die Musik

Das Album strotz von Energie und Wut, das „f+++“-Wort findet sich an mehreren Stellen seiner Songtexte. Gasser lässt ordentlich Dampf ab mit seiner geradlinigen Rockmusik alter Schule, an der auch Lemmy Kilmister seine Freude hätte. Die Stimme von Luke erinnert stellenweise an den verstorbenen Motorhead.

Luke Gasser ist der Typ von Mensch, den man wohl am wenigsten mit den etwas Europa und dem politischen Weltgeschehen überhaupt entrückten, gerne auch auf ihr eigenes Wohlergehen fixierten, Eidgenossen jenseits des Bodensees in Verbindung bringen kann.

Gut, dass es dort noch solche Kerle gibt.

Mit Mercy On Me heizt Gasser nun richtig ein und nicht weiter nur vor!

© Gerald Langer


Rezension (Album)

Luke Gasser Live ist ein Erlebnis.

Ich hatte im Dezember 2014 das Vergnügen, als er im Trio mit Pascal Zwyssig am Bass und Rudolf Halter am Schlagzeug  die Posthalle Würzburg im Vorprogramm der deutschen Rockröhre Doro rockte. Eine nicht ganz einfache Aufgabe des „Vorheizens“, die Gasser aber  souverän meisterte.

Bands mit höherem Bekanntheitsgrad zu „supporten“, bietet regelmäßig die Chance, grandios zu scheitern oder, das ist das Verlockende, ein größeres Publikum zu erreichen und die eigene Fanbase auf- und weiter auszubauen.

Tourneen mit Status Quo, Sir Bob Geldof und Nazareth hat Luke Gasser im letzten Jahr hinter sich gebracht, einen weiteren Dokumentarfilm gedreht und ein Buch geschrieben.

Tausendsassa aus der Schweiz

Der 51-jährige Schweizer ist zwar ein Tausendsassa, keineswegs aber ein Hans Dampf in allen Gassen.

Als Filmemacher, Bildhauer, Maler, Musiker, Schauspieler und Buchautor ist er vielmehr das vielgerühmte Schweizer Messer, das Vielfalt und Qualität in einem einzigen Handwerkzeug zu vereinigen mag.

Luke Gasser hat sich in den letzten Jahren die englischsprachige Rockmusik zu eigen gemacht, Mundart ist passé. Seine Arbeitsweise darf als rasend schnell bezeichnet werden, wenn man die Hinweise unter den Lyrics im ausführlichen Booklet betrachtet. An einem Tag, genauer gesagt am zweiten Weihnachtsfeiertag 2016,  haut Herr Gasser Songs wie Hey Hey hey (Pussyfooter) raus.

Auf Mercy On Me veröffentlicht er insgesamt zwölf neue kraftvolle Songs, die er selbst im Studio schon ein stückweit Live-Atmosphäre atmen lässt.

Und den kauzigen Neil Young scheint er ebenso zu mögen:

„So keep on rockin‘ in a free world,
open your minds and open your hearts!
May the Lord strengthen our faith and may he bless you
wherever you go!“

kann man am Ende des Beiheftes zur aktuellen Compact Disc lesen.

Dampf ablassen über die Musik

Das Album strotz von Energie und Wut, das „f+++“-Wort findet sich an mehreren Stellen seiner Songtexte. Gasser lässt ordentlich Dampf ab mit seiner geradlinigen Rockmusik alter Schule, an der auch Lemmy Kilmister seine Freude hätte. Die Stimme von Luke erinnert stellenweise an den verstorbenen Motorhead.

Luke Gasser ist der Typ von Mensch, den man wohl am wenigsten mit den etwas Europa und dem politischen Weltgeschehen überhaupt entrückten, gerne auch auf ihr eigenes Wohlergehen fixierten, Eidgenossen jenseits des Bodensees in Verbindung bringen kann.

Gut, dass es dort noch solche Kerle gibt.

Mit Mercy On Me heizt Gasser nun richtig ein und nicht weiter nur vor!

© Gerald Langer


Tracklist

Stellar Queen
Mercy On Me
Cross My Heart (And Hope To Die)
Twinge Of Sadness
Ruby, MD
Rooster On A Prowl
Winter Rest
Hey Hey Hey (Pussyfooter)
Strive (1225)
Throw A Light
Smash To Smither
Modesty

Meine Anspiel-Tipps fett


Line-Up

Luke Gasser — Guitars, vocals, mandoline, percussion
Zach Prather — Bass, backing vocals
Rudolf “Relli” Halter – Drums, backing vocals


Diskografie

1996 Hensli Müller
1998 Melchtal
1999 Schtäischlag
2000 Rohstoff
2000 Baschis Vergeltung
2003 Fremds Land
2004 Schtiär
2005 Warrior Soul
2006 Anuk – Der Weg des Kriegers
2007 Affäzahnd
2012 Retribution
2014 Flicker
2015 Rock’n’Roll Welfare


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