Janiece Jaffe & Monika Herzig: Both Sides Of Joni [Album] (Sounds)


© Janiece Jaffe Monika Herzig Both Sides Of Joni ACME Records 2023
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Janiece Jaffe & Monika Herzig

Album: Both Sides Of Joni
V.Ö.: 31.03.2023
Label/Vertrieb: ACME Records
Format: CD, Digital


Tracklist

  1. Help Me 7:25
  2. Both Sides Now 6:13
  3. I Think I Understand 8:39
  4. River 5:09
  5. Don’t Interrupt the Sorrow 7:45
  6. My Old Man 7:09
  7. The Hissing of Summer Lawns 6:04
  8. Sweet Bird 5:32
  9. The Circle Game 5:19

Line-Up

Jeremy Allen – bass (except Track 9)
Carolyn Dutton – violin (Track 3. 4)
Cassius Goens – drums
Monika Herzig – piano
Janiece Jaffe – vocals
Peter Kienle – bass (Track 9)
Greg Ward – saxophone (except Track 4, 9)


Credits

All arrangements by Monika Herzig

Recorded at Airtime Studios, Bloomington, IN, December 2021
Engineered and mixed by David Weber
Produced by Monika Herzig
Assistant Producer Janiece Jaffe
Mastering and Mixing by Chip Reardin
Photos by Sarah Jensvold Slover
Cover Art by Al Brandtner


CD-Release Tour 2023 Europe Featuring Alexis Cole

15. Juni – Cave, Pforzheim
16. Juni – Hemingway, Karlsruhe
19. Juni – Altes Pfandhaus, Köln
27. Juni – B-Flat, Berlin
29. Juni – Dulkhäusle, Esslingen
3. Juli – Porgy & Bess, Wien
5./6. Juli – Canarias Jazz & Mas Festival, Las Palmas
7. Juli – Jazz Cafe Posk, London


Rezension

Ich darf mich durchaus als Fan von Joni Mitchell bezeichnen, der die meisten Alben der kanadischen Singer und Songwriterin, die sich darüberhinaus auch der Malerei verschrieben hat, nicht nur im Regal stehen hat, sondern diese immer wieder auch gerne anhört.

Nur wenige Tage bevor mich das Rezensionsexemplar erreichte, hatte ich Both Sides Now (2000) tatsächlich wieder einmal aufgelegt und war fasziniert. Es gibt eben im Leben immer wieder besondere Fügungen.

Joni Mitchell und der Jazz

In den vielen Jahren ihres künstlerischen Schaffens ließ sich Joni Mitchell immer wieder von den verschiedensten Musikströmungen beeinflussen, neben der Rockmusik war es vor allem ab Mitte der 1970er der Jazz.

Court & Spark (1974), The Hissing Of Summer Lawns (1975), Hejira (1976), Don Juan’s Reckless Daughter (1977), Mingus (1979) und Shadows And Light (1980) tragen deutliche, vom Jazz geprägte Akzente.

Im Jahr 2015 erlitt Joni einen Schlaganfall, rappelte sich wieder auf und war im Jahr 2022 (Überraschungs-) Gast beim Newport Folk Festival.

Ich mag ihre Musik, die sich zwischen Folk, Jazz und Rock bewegt sehr.

Both Sides Now als Impulsgeber

Der Track Both Sides Now schließt das im Jahre 1969 erschienene Album Clouds ab. Im Jahr 2000 nahm Joni Mitchell diesen phänomenalen Song mit Orchester für ihr gleichnamiges Album neu auf.

Für Künstler:innnen, die den Schwerpunkt ihres Schaffens im Jazz haben, bietet sich das Oeuvre der charismatischen Kanadierin zur Auseinandersetzung förmlich an.

Das sich am genannten Song orientierende Projekt Both Sides Of Joni begann im ersten Covid-Sommer 2020, einer unsicheren Zeit, die Konzertauftritte gänzlich unmöglich machte, in der Musiker:innen auf sich und ihr künstlerisches Schaffen zurückgeworfen wurden.

Die Pandemie war aber auch eine Zeit der Besinnung, des Innehaltens, des Muskkhörens und der Begeisterung darüber, was an Wertvollem im Universum der populären Musik bereits geschaffen wurde.

Die US-amerikanische Sängerin Janiece Jaffe fand in der deutschen Pianistin Monika Herzig eine Seelenverwandte. Zusammen mit einer hervorragenden Jazzband nahmen sie sich des Backkatalogs von Joni Mitchell an.

Die Arrangements gehen dabei auf Monika Herzig zurück.

Both Sides Of Joni ist hervorragend aufgenommen und bietet Neuinterpretationen von Joni’s Songs, die zum einen noch etwas komplexer klingen als die Originale, zum anderen die ebenfalls sehr klare Stimme von Janiece Jaffe herausarbeiten, dabei über viele wunderbare Instrumentalpassagen verfügen.

Entstanden ist ein audiophiler Leckerbissen, in dem man sich, bei aller Vielschichtigkeit, für eine knappe Stunde hineinfallen lassen kann.

Both Sides Of Joni zollt einer großartigen Künstlerin den verdienten Tribut und ist dabei ein einzigartiges und abgeschlossenes Werk von Janiece Jaffe und Monika Herzig geworden.

Tragisch allerdings, dass Janiece Jaffe mit gerade einmal 64 Jahren nach Fertigstellung des vorliegenden Albums und im Nachgang einer Herzoperation plötzlich verstorben ist. Die Musik, die sie mitgestaltet hat, bleibt ihr Vermächtnis.

Auf der anstehenden Tour wird Janiece Jaffe von der New Yorkerin Alexis Cole vertreten.

© Gerald Langer


On November 23, 2022 in the early morning as Janiece was preparing for heart surgery she wrote and sent out these last words:

“After finishing my morning prayer and feeling all of your love and support I am ready for what comes next! I want to let you know how much gratitude I feel for everyone’s songs and prayers and chantingand healing energy and love coming at me. May It come back to you all tenfold! Thank you so much! I’m ready!

Love, Janiece”

Quelle: www.bothsidesofjoni.com


From The Line Notes

This album is, first and foremost, about relationships: between Janiece and Monika; between the stretch of time that gave rise to Joni’s songs and the ones we’re living through now; and, most of all, between Janiece and these lyrics.

She sings them in a pure and transparent voice, sometimes overdubbing the harmonies she once only imagined, and she moves through a variety of moods: reflective on “Both Sides Now”; startlingly direct on “Don’t Interrupt the Sorrow”; with swinging aplomb on “My Old Man”; longingly, on “River,” her yearning teased out by Dutton’s violin; and, in the middle of “The Hissing of Summer Lawns,” seizing upon the word “darkness,” and then sings wordlessly, in the improvisational style she studied with Bobby McFerrin and Rhiannon, a master teacher, and leading the ensemble into freer terrain.

She’s “hanging out with the jazzers,” just like she used to, just like Joni so famously and brilliantly did. And she’s revealing both sides of herself—the girl who heard Joni’s songs and wanted to make them her own, and the woman who now leans on them to, like the rest of us, try to make sense of it all. 

Larry Blumenfeld 


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