Cat State: Orbiting Happiness (Sounds)


cat state - orbiting happiness
cat state – orbiting happiness

Cat State 

Titel: Orbiting Happiness
VÖ: 15.08.2015
Label: eggshell records
Vertrieb: Stereoton LC 24652
Formate: CD per Mailorder bei Cat State Official , digital bei iTunes, Amazon, Spotify, Google Play


Tracklist

Asleep
As Long As You Are Happy
Orbiting Happiness
Hold Your Breath
Mantis
White Lies
Sing!
Looking Back Smiling
Disconnect
River Run Dry

Meine Anspiel-Tipps – alles fett!


Line-Up

Hanna Vogler – vocals
Kilian Kellner – piano, keyboards, drums, vocals
Leo Hugo – acoustic guitars
Markus Eckert – bass
Markus Zenk – Electric Guitars

Gastmusiker:innen

Christian Schmieg – guitars on „Hold Your Breath“, guitar solo on „River Run Dry“
Mike Schmidt – percussion on „Orbiting Happiness“, „As Long As You Are Happy“ & „Mantis“
Simon Metz – bass on „Asleep“,“As Long As You Are Happy“ & „White Lies“
Martin Wojciechowski – mallets on „Asleep“
Patricia Ballhausen – flute on „White Lies“ & „River Run Dry“
Martin Oltsch – trumpet on „Hold Your Breath“
Johannes Eckert – bass on „Disconnect“
Johanna Segelke – viola on „Disconnect“
Jona Friesner, Johanna Segelke, Veronika Firsching und Lilli Kühn – strings on „Mantis“, Looking Back Smiling“ & „River Run Dry“


cat state cover - back

Rezension (Album)

Cat State sind zwar noch eine ausgesprochen junge Band, die sich erst im Frühling 2014 in Bamberg als CD-Projekt-Band zusammen gefunden hat und deren Ziel die Veröffentlichung eines Albums mit sehr wohl anspruchsvoller, aber insgesamt zugänglicher, akustischer Popmusik, war.

Diesen ehrgeizigen Plan hat die Formation überzeugend mit ihren zehn Songs auf  „Orbiting Happiness“ bei einer Lauflänge von insgesamt etwa 52 Minuten umgesetzt.

Der namengebende Songtitel „Orbiting Happiness“ ist sozusagen das Credo des Debüt-Albums. Der Mensch erstrebt das Glück, kann aber häufig Glücksmomente weder fassen noch geniessen, da er sich meist stärker von seiner inneren Unzufriedenheit treiben lässt.

Hanna Vogler

Herausgekommen ist bei Cat State, die als Band-Logo die aufs nötigste reduzierte Strichzeichnung einer Katze nutzen, ein sauber aufgenommenes Album, dass der klaren, nur leicht rauen, Stimme von Hanna Vogler genügend Raum gibt und darüber hinaus kurzweilige, eher filigrane als fette, Instrumentalpassagen aufweist, wenngleich eine Vielzahl Gastmusiker die Band bei der Einspielung einzelner Songs unterstützt hat. Hier wurde mit viel Bedacht beim Mix an den Reglern gedreht.

Das Album hat so nicht einen einzigen Hänger. Besonders herausragend die Songs „Mantis“ und „River Run Dry“, die die 8-Minuten-Grenze knacken und sich damit nicht unüblichen Titellängen der, als Vorbild angegebenen, Künstler Blackfield (Aviv Geffen & Steven Wilson) oder Steven Wilson Solo annähern.

Das Debüt von Cat State ist somit eine unbedingte Hörempfehlung. Dass es bei diesem Erstling bleibt, kann ich mir insofern kaum vorstellen.

Das CD-Booklet

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings schon – das CD-Booklet!

Ich lasse mich durchaus von Oberflächlichkeiten positiv beeinflussen. Insofern bin ich ein „Augenmensch“. Selbst die (Roh-)Baustellen-Fotografie ist mir als Architekt nicht fremd.

Das grafisch ansprechende CD-Booklet von Cat State’s Orbiting Happiness macht mich dennoch ratlos, kann ich keinerlei Anknüpfungspunkte zu den vorzüglichen Kompositionen Kilian Kellners, der auch für sämtliche Lyrics verantwortlich zeichnet, feststellen. Durch die im Textteil (lyrics und credits) gewählte Schriftart (courier new) in beliebig gemischter Groß- und Kleinschreibung (noch dazu viel zu klein geschrieben) wird der vorhandene Informationsgehalt des 20-seitigen Booklets für den interessierten Hörer – wie mich, mit notwendiger Sehhilfe im fortgeschrittenen Lebensalter – unnötig auf nahezu Null gesetzt. Barrierefreiheit ist nicht ganz umsonst in den letzten Jahren zu einem bestimmenden Thema der Architektur geworden. „Form follows function“ ist mittlerweile eine Binsenweisheit – soweit meine Ausführungen zum Thema „CD-Booklet“.

Es gibt ja – dem Himmel sei Dank – den weitaus wichtigeren inhaltlichen Aspekt, die Musik an sich. Und die ist bei Cat State über jeden Zweifel erhaben.

© Gerald Langer


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