Birth Control: Here And Now (Sounds)


Birth Control - Here And Now (2016)
Birth Control – Here And Now (2016)

Birth Control

Titel: Here And Now
VÖ: 18. März 2016
Label: Look At Me
Vertrieb: H’Art
Formate: CD, digital


Tracklist

Lost In The Sea
12 Steps
Me And My Car
Run Away With Me
The Witch
Wasting My Time
Right Place, Wrong Time
I Would Not Want To Be You
Rat In My Flat
Truth Is Mine
Live In The Here And Now

Meine Anspiel-Tipps – fett!


Line-Up

Studioband

  • Bernd Noske – vocals, drums
  • Hannes Vesper – bass, background vocals
  • Sascha Kühn – keyboards, percussion
  • Martin Ettrich – guitar, background vocals

Guests:

  • Peter Föller – lead vocals on „Truth Is Mine“
  • Shondell Mims – background vocals
  • Yvonne Allsopp – background vocals
  • Albie Donnelly – saxophone solo on „Me And My Car“
  • Andy Zingsem – rap on „Rat In My Flat“

Live-Band

  • Sascha Kühn – keyboards, piano (seit 2000)
  • Hannes Vesper – bass, vocals (seit 1998)
  • Martin Ettrich – guitar, vocals, talk box (seit 2011)
  • Peter Föller – lead-vocals (1973 bis 1977 und ab 2016)
  • Manfred von Bohr – drums (1977 bis 1980 und ab 2016)

Diskografie

Birth Control (1970)
Operation (1971)
Hoodoo Man (1972)
Rebirth (1973)
Live (1974)
Plastic People (1975)
Backdoor Possibilities (1976)
Increase (1977)
Titanic (1978)
Live 79 (1979)
Count on Dracula (1980)
Deal Done at Night (1981)
Bäng (1982)
Condomium (Livealbum) (1994)
Two Worlds (1995)
Jungle Life (1996)
Getting There (1999)
Alsatian (2003


Tour

Donnerstag, 12. Mai 2016 – SOL Kulturbar / Mülheim
Freitag, 13. Mai 2016 – Blue Notez / Dortmund
Freitag, 08. Juli 2016 – Altstadtfest / Saarbrücken
Samstag, 24. September – Matrix / Bochum
Donnerstag, 15. Dezember 2016 – Harmonie

Rezension (Album)

Nein, ich habe nicht sehnsüchtig auf eine Neuveröffentlichung der für mich längst in der deutschen Rockhistorie abgelegten Band „Birth Control“ gewartet. Ihr umfangreiches Werk der 1970er Jahre ist mir durchaus noch immer geläufig, vieles davon steht bei mir gut sortiert im Regal und wird auch immer noch bei einem passenden Anlass aufgelegt.

Umso spontaner habe ich allerdings reagiert, als sich der konkrete Veröffentlichungstermin von „Here And Now“ abzeichnete. Es ist das erste Studio-Album nach „Jungle Life“ von 1996 und steht dem besonders tragischen Hintergrund zum Trotz nun in den Startlöchern.

Der Tod von Bernd Noske

Was war passiert? Die Aufnahmen zu „Here And Now“ waren gerade beendet, als Bernd Noske – Drummer und Sänger – plötzlich verstarb. Er hatte den Sound von Birth Control maßgeblich über viele Jahrzehnte hinweg geprägt. Der Rest der Band entschied sich nach einigem Zögern dann doch weiter zu machen. Die beiden ehemaligen Bandmitglieder Peter Föller (vocals) und Manfred von Bohr (drums) stiegen wieder ein und stehen nun für erste Konzert im Jahr 2016 bereit.

Das Album „Here And Now“ ist konzeptionell vor allem geprägt von Sascha Kühn, der im Rahmen seiner verschiedenen musikalischen Tätigkeiten seit 2000 bei Birth Control als Keyboarder aktiv ist, und sämtliche Songs geschrieben, arrangiert und aufgenommen hat.

Nein, es ist kein Song vom Kaliber „Gamma Ray“, der auf immer und ewig mit dem Namen Bernd Noske verknüpft sein wird, dabei. Dafür findet sich mehr als eine Handvoll sehr guter Melodie betonter Hardrock-Songs auf „Here And Now“.

Die Tracks von „Here And Now“

Ein guter Einstieg gelingt mit dem Opener „Lost In The Sea“, der sich gar über 8 Minuten erstreckt und uns in den Kosmos von Birth Control eintauchen lässt.

„Me And my Car“ mit Saxophon-Finale, „Run Away With Me“ mit leicht bluesigen Gitarrenpassagen, das rein instrumentale „The Witch“, „Wasting Time“, wie Deep Purple in den besten Zeiten, „Rat In My Flat“ mit geschickt intergriertem Rap von Andy Zingsem und „Truth Is Mine“ mit Peter Föller als Sänger, sind weitere herausragende Kompositionen, die das Album über mehr als 68 Minuten Lauflänge und mit ungeahnter Leichtigkeit tragen.

Mit dem finalen „Live In The Here And Now ….. don’t look back“ ist Birth Control zudem ein weiterer gewaltiger Song gelungen, der die Signale nicht auf „Stopp“, sondern klar auf „Weitermachen“ stellt.

Nur vorerst gilt also: „The Work Is Done“ (Operation, Track 3, 1971)

Nicht weiter schlimm ist, dass die Chronologie des mir vorliegenden mehrseitigen Booklets mit Lyrics von der tatsächlich gewählten Tracklist des Albums abweicht. Wahrscheinlich wurde hier kurzfristig umdisponiert.

Das Frontcover – Rückansicht roter High Heels mit Damenunterschenkel – ist gegenüber der einstigen Antibaby-Pillendosen des Debüts von Birth Control und Hans Dofflein’s an Robert Crumb Comics erinnernde Gestaltung von „Hoodoo Man“ richtig brav geraten. Aber mit fortschreitendem Alter zählen die Inhalte eben mehr!

© Gerald Langer


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