Finkenbach-Festival
Datum: 07.08. – 08.08.2026
Venue: Finkenbach im Odenwald
Autor/Fotograf: Gerald Langer
Website: https://www.finkenbachfestival.de/
Inhaltsverzeichnis
Festivalbericht

Finkenbach-Festival-Banner 2026
Finkenbach-Festival 2026
Wie im Fluge ist das letzte Wochenende beim Finkenbach Festival 2026 vergangen.
Letztes Jahr musste ich krankheitsbedingt kurzfristig aussetzen, in diesem Jahr bin ich wieder dabei.
Nach einer sich auf Landstraßen dahin schleppenden Anreise durch den Odenwald, bei der man allerdings den Ballast des Alltags mit jedem gefahrenen Kilometer ablegen kann, komme ich glücklich und entspannt am ersten Ziel, dem Gasthaus Spälterwald, an. Dort treffe ich umgehend auf Jörg W., den ich hier im August 2023 kennengelernt habe.
Beim alkoholfreien Weizen vor dem Haus gesellt sich auch ein Pärchen aus dem Raum Hannover zu uns. Wir kommen schnell ins Gespräch und genießen vor allem die vergleichsweise gemäßigten Temperaturen.
Um 19:00 startet das Festival, ich bin gegen 18:00 vor Ort und muss wirklich lange suchen, um noch einen Parkplatz an der Beerfelderstraße zu bekommen.
Auch in diesem Jahr wird von 99,9% der hier abgestellten Fahrzeuge der nur einseitig vorhandene Gehsteig mehr als zur Hälfte zugeparkt. Nach StVO ist dies zwar grundsätzlich unzulässig, zumal damit der eigentliche gesicherte Fußweg zum Festivalgelände unmöglich gemacht wird. Doch der Ort befindet sich in jeder Hinsicht im sommerlichen „Ausnahmezustand“.
Also laufe ich – den schweren Fotorucksack auf dem Rücken – gute 15 Minuten auf der Straße bis zum Einlass des Festivalgeländes.
Im Backstage-Bereich werde ich wenige Minuten später schon verwöhnt. Meinen herzlichen Dank für all das, was dieses Küchenteam im Auftrag des Vereins von Freitag bis Samstagnacht geleistet hat. Auch die Herzlichkeit und Freundlichkeit soll dabei nicht unerwähnt bleiben.
Um 19:00 startet die Band Epitaph, die für Sula Bassana einspringen dürfen. Das ist allerdings die einzige Programmänderung. Alles andere läuft für mich als Besucher absolut reibungslos ab.
Es ist wieder ein äußerst friedliches und entspanntes Festival, das allerdings die Besucher:innen immer wieder auch konditionell fordert. Der Fahrplan am ersten Festivaltag sieht insgesamt vier Acts vor, der letzte allerdings um 1:00. My Sleeping Karma fällt für mich – trotz grundsätzlich bestehenden Interesses, die Band wurde mir mehrfach ans Herz gelegt – flach. Am zweiten Festivaltag wird es Alex Auer sein, den ich auf der Bühne nicht mehr erleben werde. Ein Konzertbeginn um 01:00 ist für mich nicht attraktiv. Ich brauche zwar nicht viel Schlaf, etwas aber schon.
Meine persönlichen Favoriten an diesem Sommerwochenende – am Samstag klettern die Temperaturen am Nachmittag schon recht ordentlich nach oben – waren Pristine, Miller Anderson, Kraan und Leif de Leeuw.
Einige Gedanken zur Zukunft des „Finki“
Es begeistert mit Sicherheit nicht nur mich, wie sich ein Ort für ein Wochenenden eine Extremsituation begibt, wie sich die dortige Bevölkerung für die Idee des Festivals ganz unterschiedlich engagiert. Und das in Zeiten, wo unsere Gesellschaft immer mehr auseinander zu driften scheint. Es ist wirklich faszinierend, sich für einige Stunden auf dieser Insel der Glückseligkeit zu befinden.
Dennoch kann der Blick über den Festival-Platz nicht darüber hinweg täuschen, dass nach wie vor eine gewisse Überalterung feststellbar ist, auch wenn immer wieder auch Jugendliche oder junge Erwachsene gesichtet werden können. Die ersten Reihen vor der Bühne sind regelmäßig den „Alten“ vorbehalten.
Die Ticketpreise sind nach wie vor äußerst moderat für das Angebot, welches der Gast hier regelmäßig vorfindet. Und das trotz weiter steigender Produktionskosten.
Immer heftigere hochsommerliche Temperaturen machen sicherlich nicht nur mir zu schaffen. Die Branche wird sich darauf einstellen müssen. Meine eigene Gesundheit mag ich trotz hohen Interesses an der Live-Musik jedoch nicht riskieren.
Insofern lehne ich mich jetzt etwas aus dem Fenster, wenn ich vor diesem Hintergrund einige Gedanken äußere:
- Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass sich die Festivalmacher bemühen, immer wieder auch junge Bands in das jährliche Line-up aufzunehmen.
- Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass im Jubiläumsjahr 2027 Guru Guru und Kraan höchstwahrscheinlich wieder die Headliner des Finkenbach Festivals sein werden. Beide belegten bisher auch regelmäßig die zeitlich interessantesten Slots von 21:00 bis 22:30.
- Konzertangebote weit nach Mitternacht sind wohl nicht nur für mich weniger attraktiv. Auch für die betroffenen Bands können sie eine Herausforderung sein.
- Insofern plädiere ich – in Unkenntnis möglicher anderer Zwänge – für die gleichmäßige Verteilung der bisher 10 Acts – auf die zwei Festivaltage Freitag und Samstag. Auch einer Reduzierung auf jeweils 4 Bands pro Abend ist für mich denkbar.
- Das hätte zunächst zur Konsequenz, wenn man die Bühnenzeiten pro Band unbedingt bei 90 Minuten belassen möchte, die 30 Minuten Umbauzeit sind ohnehin unantastbar, dass an beiden Festivaltagen die Konzerte ab 17:00 beginnen würden.
- Damit könnte man zwar nicht vermeiden, dass sich zu diesem Zeitpunkt ein Großteil des Publikums immer noch in der prallen Sonne vor der Bühne aufhalten muss, der Zeitraum bis zum Sonnenuntergang würde sich allerdings verkürzen.
- Ich persönlich bin der Auffassung, dass die Headliner immer am Schluss spielen sollten, um das Publikum auf dem Platz zu halten. Auch Zugaben würden so möglich, ohne den Zeitplan zu gefährden.
Im Nachfolgenden zeige ich vier Alternativen auf. Es gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten. Die weitere Bewertung der Vor- und Nachteile überlasse ich den Leser:innen, vor allem aber den Verantwortlichen.
Meine persönlichen Favoriten sind die Varianten C/D, auch wenn sich die Anzahl der geladenen Bands von insgesamt 10 auf 8 reduzieren würde.
Variante A:
5 Bands mit jeweils 90 Minuten Spielzeit
| Artist | Slot |
| Act 1 | 17:00 – 19:00 |
| Act 2 | 19:00 – 21:00 |
| Act 3 | 21:00 – 23:00 |
| Act 4 | 23:00 – 01:00 |
| Act 5 (Headliner) | 01:00 – 02:30 |
Variante B:
4 Bands mit jeweils 60 Minuten, der Headliner mit 90 Minuten Spielzeit + Zugabe (Option)
| Artist | Slot |
| Act 1 | 17:00 – 18.30 |
| Act 2 | 18:30 – 20:00 |
| Act 3 | 20:00 – 21:30 |
| Act 4 | 21:30 – 23:00 |
| Act 5 (Headliner) | 23:00 – 01:00 |
Variante C:
3 Bands mit jeweils 90 Minuten, der Headliner mit 90 Minuten Spielzeit + Zugabe (Option)
| Artist | Slot |
| Act 1 | 17:00 – 19:00 |
| Act 2 | 19:00 – 21:00 |
| Act 3 | 21:00 – 23:00 |
| Act 4 (Headliner) | 23:00 – 01:00 |
| 23:00 – 01:00 |
Variante D:
3 Bands mit jeweils 60 Minuten, der Headliner mit 90 Minuten Spielzeit + Zugabe (Option)
| Artist | Slot |
| Act 1 | 17:00 – 18:30 |
| Act 2 | 18:30 – 20:00 |
| Act 3 | 20:00 – 21:30 |
| Act 4 (Headliner) | 21:30 – 23:00 plus Zugabe |
Nachfolgend die verlinkten Bildergalerien der Bands
Epitaph

Betrachte die Bildergalerie von Epitaph
Guru Guru

Betrachte die Bildergalerie von Guru Guru
Pristine

Betrachte die Bildergalerie von Pristine
Mars Mushrooms

Betrachte die Bildergalerie von Mars Mushrooms
Spiral Drive

Betrachte die Bildergalerie von Spiral Drive
Miller Anderson Band

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Kraan

Betrachte die Bildergalerie von Kraan
Leif de Leeuw Band

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Etwas Atmosphäre


























Das nächste Finkenbach-Festival findet am 06.08./07.08.2027 statt
