NUEJAZZ Festival 2026
Termin: 23.10. bis 15.11.2026
Ort: Nürnberg – verschiedene Locations
Inhaltsverzeichnis
- NUEJAZZ Festival 2026
- Pressemitteilung
- NUEJAZZ 2026: Die hohe Kunst des Brückenbauens – Wie ein Festival die Metropolregion elektrisiert
- Europäische Symbiosen und das lebendige Erbe von Miles & Trane
- Klangliche Grenzgänge zwischen intellektuellem Anspruch und Club-Kultur
- Gereifte Tonsprache, emanzipierte Harfenklänge und urbane Energie
- Das Fest der Vierteltöne im Z-Bau und das kammermusikalische Finale
- Tickets & Infos für das Nuejazz 2026
Pressemitteilung
NUEJAZZ 2026: Die hohe Kunst des Brückenbauens – Wie ein Festival die Metropolregion elektrisiert
Vom 23. Oktober bis zum 15. November 2026 beweist das NUEJAZZ Festival ein weiteres Mal, dass die Vitalität des aktuellen Jazz in seiner stilistischen Offenheit und seiner regionalen Verankerung liegt. Drei Wochen lang bespielen hochkarätige internationale Ensembles gemeinsam mit den prägendsten Köpfen der regionalen Szene die unterschiedlichen Spielstätten von Nürnberg bis Erlangen. Erst durch die enge Einbeziehung dieses Netzwerks aus befreundeten Venues entsteht jener lebendige, urbane Raum, der das Festival so besonders macht. Ein Blick auf ein Programm, das kluge kuratorische Substanz mit mitreißender Live-Energie verbindet.
Europäische Symbiosen und das lebendige Erbe von Miles & Trane
Jazz entsteht nicht im luftleeren Raum, er braucht den Dialog. Das NUEJAZZ Festival setzt hierfür gleich zum Auftakt am 23. November ein optisches und akustisches Highlight: Mit der Vernissage „Jazz & Design“ und einem anschließenden audio-visuellen Konzert wird die Brücke zwischen den Künsten geschlagen.
Nur einen Tag später, am 24. Oktober in der Kulturwerkstatt Auf AEG, folgt ein weiterer unübersehbarer Akzent: Das European Jazz Companions Orchestra führt die vielversprechendsten jungen Talente aus Deutschland, Frankreich und Dänemark zusammen. Initiiert von Festivalleiter Frank Wuppinger und dem Pariser Jazz-Professor Pierre Bertrand, steht dieses transnationale Großformat für musikalischen Austausch auf höchstem Niveau und die lebendige Vernetzung einer neuen europäischen Jazzgeneration. Die französische Sängerin Marion Rampal setzt dabei als Special Guest feinsinnige Akzente.
Dass Tradition beim NUEJAZZ kein museales Relikt ist, zeigt drei Tage später (26.10.) der vierte NUECOMER Jazzaward. Zum doppelten 100. Geburtstag von Miles Davis und John Coltrane stellen sich die Finalisten einem klassischen, aber anspruchsvollen Thema: „Miles & Trane“. Wer die Evolution dieser Musik hautnah miterleben möchte, sollte bereits die öffentlichen Vorspiele tagsüber besuchen. Dass dieses Erbe im Hier und Jetzt angekommen ist, untermauert am 27. Oktober der international gefeierte kubanische Posaunist Denis Cuní Rodríguez, der mit seinem Quartett die spirituelle Tiefe Coltranes in moderne, afro-kubanisch grundierte Grooves übersetzt.
Klangliche Grenzgänge zwischen intellektuellem Anspruch und Club-Kultur
Die Reise führt das Festival am 28. Oktober ins Erlanger E-Werk. Hier kollidieren zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen faszinierende Klangkonzepte: Das spanische Duo Los Sara Fontan bricht mittels Violine, Schlagzeug und Elektronik mit traditionallen Hörgewohnheiten. Das israelische Trio Shalosh hingegen demonstriert mit seinem aktuellen Programm, wie man die klassische Klaviertrio-Besetzung durch Rock- und Pop-Einflüsse energetisch auflädt, ohne an lyrischer Tiefe zu verlieren.
Zurück in der Kulturwerkstatt Auf AEG (29.10.) setzt der Tiroler Bassist Clemens Rofner mit seinem Projekt CLERQ ganz eigene Akzente. Es ist ein kalkuliertes, kluges musikalisches Statement, das die Stringenz des Minimalismus mit der körperlichen Energie eines Club-Grooves paart. Einen reizvollen Kontrast dazu liefert das Duo David Helbock & Julia Hofer. Helbock, das vielfach ausgezeichnete Aushängeschild des österreichischen Jazz, findet in der profilierten E-Bassistin und Cellistin Julia Hofer eine perfekte Partnerin. Hofer, einem Millionenpublikum durch Pop-Tourneen (No Angels), TV-Auftritte und ihre enorme Online-Präsenz bekannt, bringt eine erfrischende stilistische Unbekümmertheit in diesen virtuosen Dialog ein.
Gereifte Tonsprache, emanzipierte Harfenklänge und urbane Energie
Ein programmatisches Glanzlicht beim diesjährigen NUEJAZZ wartet am 30. Oktober: Der große Meister der subtilen Töne, Gitarren-Legende Bill Frisell, feiert seinen 75. Geburtstag und stellt im Trio sein neues Album In My Dreams vor. Seine Musik zeichnet sich durch eine unnachahmliche Entschleunigung und harmonische Reife aus, in der jeder Ton Gewicht hat.
Am 31. Oktober folgt das Brandee Younger Trio. Die Harfenistin steht hörbar in der Ahnenreihe einer Alice Coltrane, emanzipiert ihr Instrument jedoch und spinnt einen hochmodernen Faden zwischen Jazz, R&B und Klassik.

Im zweiten Teil des Festivals rücken Soul-Einflüsse und die hiesige Szene in den Fokus. Am 4. November gestaltet die mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnete Sängerin Fola Dada die Lounge Session Vol. 5. Am 7. November im Heizhaus am Quelleschwarm folgt gleich ein Tripelkonzert: Die Nürnberger Formation Eazz. verzahnt Funk, HipHop und Jazz, gefolgt von den dichten, sphärischen Instrumentallandschaften von Nujakasha. Die Soul- und Gospelsensation Ki’Luanda rundet den Abend mit einer stimmlichen Urgewalt ab.
Das Fest der Vierteltöne im Z-Bau und das kammermusikalische Finale
Der Endspurt hält internationale Weltstars bereit: Am 12. November gastiert der zweifach Grammy-nominierte Ausnahmemusiker Ibrahim Maalouf im großen Saal des Z-Baus. Mit seinem neunköpfigen Ensemble The Trumpets of Michel-Ange Vol. 2 und seiner einzigartigen Viertelton-Trompete zelebriert er eine hochemotionale Fusion aus orientalischer Nostalgie und modernem, urbanem Groove.
Wer den intimeren Gegenpol sucht, wird am nächsten Tag im frisch sanierten Künstlerhaus fündig. Dort gibt der mehrfach Grammy-nominierte US-Pianist Gerald Clayton ein exklusives Solokonzert, das die gesamte stilistische Offenheit seines Spiels offenbart (am 14.11. lässt er zudem in einer zweistündigen Masterclass einen Blick hinter die Kulissen seiner Improvisationskunst zu).
Den energetischen Kehraus übernimmt schließlich der Multiinstrumentalist Jowee Omicil mit seinem Projekt sMiLes – eine eruptive, afrohaitianisch inspirierte Feier der absoluten Freiheit im Moment.
NUEJAZZ 2026 zeigt eindrucksvoll, wie ein klug kuratiertes Festival die Balance hält: fest verwurzelt in der Region, mit offenen Armen für die Welt.
Tickets & Infos für das Nuejazz 2026
Das vollständige Programm finden Sie hier:

VVK &Tickets gibt es hier.
Alle Details zu Tickets, Programm und Locations finden Sie unter nuejazz.de.