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Rezension (Album)
„Perfection Kills“- so der Titel des aktuellen Albums von DAN PATLANSKY.
Diesen Kurzsatz, der hier zum Credo erhoben wird, würde ich nicht uneingeschränkt unterschreiben. Gibt es doch durchaus Musik-Alben in der Geschichte, an denen lange herumgefeilt wurde, und an die wir uns gerade wegen ihrer Perfektion allzu gerne erinnern. Die Fab-Four aus Liverpool mit ihrem Meister George Martin an den Reglern in London’s legendären Apple-Studios gehören hier sicherlich dazu.
Doch Schludrigkeit in der Produktion von „Perfection Kills“ wird man dem gebürtigen Südafrikaner an keiner Stelle seines gut 40-minütigen Albums vorwerfen können. „Perfection Kills“ ist wieder einmal eine Eigenproduktion geworden. Geholfen hat DAN PATLANSKY dabei die vorangegangene Zusammenarbeit mit Theo Crous.
Seine Zielvorstellungen waren:
Gutes Songwriting und erdiger Sound
Das Songwriting sollte im Vordergrund stehen, der Sound erdig sein.
Das Ergebnis kann sich jedenfalls hören lassen. Die elf Songs (inklusive Bonus: I’ll Never Know) haben eine enorme Wucht, wirken roh und unbehauen, lassen die übliche, sterile Studio-Atmosphäre vergessen.
Sie bereiten damit perfekt auf die nun anstehende Deutschland-Tour vor. Die Lyrics sind knapp gehalten, geben der Instrumentierung – Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards – genügend Raum, der das hörende Publikum via Tonträger, erst recht in Club-Atmosphäre, abheben lässt.
Support für den „Boss“
Dass DAN PATLANSKY bereits als Support mit dem „Boss“ die Bühne bei dessen Auftritt in Johannesburg im Rahmen der „High-Hopes-Tour 2014“ teilte, ist eine hübsche Randnotiz, zeigt aber doch, wie sein Bluesrock von den ganz „Großen“ im Musik-Business wahrgenommen wird.
Das Vorgängeralbum „Introvertigo“ (2016) wurde vom amerikanischen Online-Magazin Blues Rock Review als die NUMMER 1 unter den Blues-Rock-Alben des Jahres ausgewählt. Mit seinem 9. Studio-Album dürfte ihm dabei ein ähnlicher Erfolg beschieden sein.
DAN PATLANSKY brennt noch immer, auch wenn das Album-Cover nunmehr keinen brennenden Protagonisten, sondern einen nur rauchenden Vater im Kreise seiner Kleinfamilie mit Frau und Tochter, letztere trägt eine Gasmaske, zeigt.
Das zweite L von KILLS in der vorbeschriebenen Szenerie ist zwar verrutscht, dennoch wird „PERFECTION KILLS“ dem gesetzten Anspruch – ich bedauere dies keineswegs – nicht ganz gerecht und ist somit für mich als Album zum Anhören:
PERFEKT!
Tracklist
Johnny
Never Long Enough
Mayday
Too Far Gone
Judge A Man
Junket Man
iEyes
Shake Your Cage
My Dear Boy
Dog Day
I’ll Never Know
Anspiel-Tipps – fett
Credits
Produced by Dan Patlansky
Recorded and Engineered by Jaco Naudé
at Seherzo Productions, South Africa
Dan Patlansky – Vocals, Guitars, Backing vocals
Clint Falconer- Bass guitar
Andy Maritz- Drums
Dean Barrett – Keyboards
Mixed by Stefan Swart
Mastered by Pete Lyman at Infrasonic Mastering, USA
Diskografie
2018 Perfection Kills
2016 Introvertigo
2014 Dear Silent Thieves
2013 Wooden Thoughts
2012 20 Stones
2009 Move My Soul
2006 Real
2004 True Blues
1999 Standing at the Station
Tour
06.03.2018 D-Nürnberg, Hirsch – supporting KING KING
07.03.2018 D-Bonn, Harmonie – supporting KING KING
08.03.2018 D-München, Strom
09.03.2018 D-Erfurt, Museumskeller
10.03.2018 D-Berlin, Privatclub
11.03.2018 D-Dortmund, Piano – supporting KING KING
13.03.2018 D-Hamburg, Knust – supporting KING KING
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