Aloa Input – Mars etc. (Sounds)

Review (Album)


Album cover Aloa Input | Mars etc.
Aloa Input | Mars etc.

Aloa Input – Mars etc.
VÖ: 6. März 2015
Label: Morr Music
Vertrieb: Indigo /Morr Music
Formate: CD, LP, digital


Tracklist

Far Away Sun
Perry
Vampire Song
Oh Brother
The Door
21st Century Tale
Hold On
Blabla Theory
Krk Blues
Mad As Hell
Ruth The Communist


Meine Anspiel-Tipps fett


Line-Up

Florian „Flo“ Kreier – Sänger, Bassist
Christoph „Cico“ Beck – Elektronik, Schlagzeug
Marcus Grassl – Sänger, Gitarrist


Credits


Diskografie


Tour

18.7.2015 PUCH (DE) – PUCH FESTIVAL
25.7.2015 CHIEMGAU (DE) – SEEWÄRTS FESTIVAL
28.7.2015 WÜRZBURG (DE) – HAFENSOMMER (w/ KANTE)
6.8.2015 FRANKFURT (DE) – DAS BETT
7.8.2015 MÜNSTER (DE) – AUF WEITER FLUR FESTIVAL
21.8.2015 CHEMNITZ (DE) – WOLKENKUCKUCKSHEIM FESTIVAL
15.9.2015 MAINZ (DE) — SCHON SCHÖN
16.9.2015 DRESDEN (DE) — OSTPOL
17.9.2015 HANNOVER (DE) —FEINKOSTLAMPE
18.9.2015 TILBURG (NL) — INCUBATE FESTIVAL
19.9.2015 COLOGNE (DE) — KLUB GENAU
21.9.2015 SCHORNDORF (DE) — MANUFAKTUR (w/ Notwist)
22.9.2015 STASSBURG (FR) — La Laiterie (w/ Notwist)
23.9.2015 PARIS (FR) — Trabendo (w/ Notwist)
24.9.2015 ROUEN (FR) — Le 106 (w/ Notwist )
26.9.2015 LUDWIGSHAFEN (DE) — Theater im Pfalzbau (w/ Notwist)

Rezension

10/12

Die deutsche Band Aloa Input ist am 28. Juli 2015 zu Gast beim Würzburger Hafensommer

Das deutsche Indie-Trio Aloa Input legt nach dem Erstling „Anysome“ von 2014 mit „Mars etc.“ ein zweites Album vor, das in seiner Vielschichtig- und federnden Leichtigkeit natürlich stellenweise an eine auch von mir hochverehrte Kultband aus Weilheim in Oberbayern erinnern mag.

Ihre Mischung aus Elektro, Dub, Techno, Indie-Rock und allen möglichen anderen Zutaten beamt uns somit in nicht gänzlich unbekannte experimentelle Klanggalaxien, lässt dabei übliche Genregrenzen verschwinden, immer auch einen gewissen Minimalismus bei den eingesetzten Mitteln huldigend.

Das Interesse an Sounds und Stimmungen veranlasst die Projektband von Florian „Flo“ Kreier, Christoph „Cico“ Beck und Marcus Grass seit 2012 zu fiependen und flimmernden Höhenflügen, die von Instrumentalspuren durchpflügt werden. Die Enkel von „Kraftwerk“ erinnern bei „Mad As Hell“ zugleich an die Beach Boys, Florian Kreier stimmlich stellenweise nicht nur an Markus Acher von The Notwist, sondern ebenfalls an den Singer/Songwriter Mark Oliver Everett (Eels).

Viel analoges Knistern

Dazu wabernde Klänge zwischen Lo-Fi und Hi-Fi oszillierend, mit Seele, ohne die Kälte einer bloßen künstlich-digitalen Musikmaschinerie.

Die Neue Münchner Schule bietet der älteren Hamburger Schule hier gewissermaßen Paroli. Die bayerische Landeshauptstadt also einmal mehr nicht der vermeintliche Pool von Heimatsounds, sondern das deutsche Cape Canaveral für atmosphärisch warme Sounds, die unsere Fantasie anregen.

„Entscheidend ist, was hinten rauskommt“. Insofern sehr viel Output bei Aloa Input.

Das Trio hat seine „Mars“-Mission mit Bravour erfüllt. Sind wir also gespannt, wohin die Reise der Klangtüftler künftig gehen wird.

„Orbis non sufficit“ – Die Welt ist nicht genug.(James Bond)

© Gerald Langer


Last Updated on 03/09/2022 by mr.music-on-net