Mikael Máni
Album: Half Sun
VÖ: 17.07.2026
Format: Vinyl, CD, digitaler Download oder Steam
Label/Vertrieb: Smekkleysa (BROKEN SILENCE)
Internet: https://mikaelmanimusic.com/
Inhaltsverzeichnis
Rezension
Mit „Half Sun“ legt der isländische Gitarrist und Komponist Mikael Máni Ásmundsson sein mittlerweile fünftes Soloalbum vor. Es ist ein Werk, das zwischen Jazz, nordischer Melodik und Filmmusik-Ästhetik über zehn Tracks seine besondere Klangsprache entwickelt.
Máni arbeitet mit einem von seiner Gitarre geführten Jazzquintett, das orchestrale Melodien in eine Besetzung transferiert, die Spuren von Kammerjazz erkennen lässt.
Der Titel des Albums selbst verweist auf die besonderen Lichtverhältnisse im Norden. Diese mögen vielleicht auch besondere Stimmungen in der sinnlichen Wahrnehmung umschreiben, die einen kreativen Prozess anstoßen, wie man ihn auf „Half Sun“ genussvoll nachhören kann.
Es ist nicht mehr Tag, aber eben auch noch nicht Nacht. Es geht gewissermaßen um „Zwischenwelten“ und Emotionen.
Das Coverfoto – ein Porträt von Mikael Máni – mit farbigem Hell-Dunkel-Effekt unterstreicht diese Ambivalenz visuell.
Der mögliche Einfluss der isländischen Landschaft wird bei ihm nicht etwa wie bei Sigur Ros in eine Post-Rock-Attitüde übersetzt.
Es sind eher die ruhigen Töne, die auf diesem Album vorherrschen. Dennoch vermag das Quintett an der einen oder anderen Stelle durchaus zu explodieren. Sehr schön kann man dies beim Track „Hermes“ nachvollziehen.
Das Album wurde mit einer Formation eingespielt, die Mánis kompositorische Sprache ideal trägt. Bei zwei Tracks gibt es eine zurückhaltende stimmliche Unterstützung von Aurora Marchese. Diese exquisite Besetzung ermöglicht eine äußerst feine dynamische Abstufung, die das Album zu einem bunten Strauß an Kompositionen zusammenfügt.
So kommt auch keinerlei Ungeduld beim Hörer auf, eventuell einzelne Tracks überspringen zu wollen. Gerne lässt man sich auf jede einzelne dieser komplexen, keineswegs verkopften, Kompositionen ein, denn man wird dabei immer wieder gefangen genommen und subtil gefordert, Neues zu entdecken.
Stilistisch bewegt sich Máni sicher zwischen Modern Jazz mit starkem Fokus auf Melodie und Atmosphäre, nordischer Melancholie, die aber nie ins Schwere kippt und cineastischen Strukturen.
Es sind vor allem die transparenten, luftigen Arrangements, die Raum für melodische Linien lassen und die Zuhörer:innen in ihren Bann ziehen.
„Half Sun“ ist ein Album für Hörerinnen und Hörer, die Stimmung und einen gewissen Erzählfluss über etwas mehr als 40 Minuten zu schätzen wissen. Dazu bedarf es nicht zwingend eines Konzeptalbums.
Man darf es als glückliche Fügung bezeichnen, dass der 1990 geborene Mikael Máni Ásmundsson in einem Musikerhaushalt aufwuchs und mit 12 Jahren die E-Gitarre für sich entdeckt hat.
© Gerald Langer

Pressetext
Mikael Máni kehrt mit „Half Sun“ zurück, einem cinematischem Jazz-Album über Hoffnung, Realismus und die inneren Stimmen, die uns prägen.
Auf „Half Sun“, seinem fünften Album, gestaltet der isländische Gitarrist und Komponist eine persönliche Klangwelt, in der sich Jazz, Filmmusik, nordische Melodien, Post-Rock und Impressionismus vermischen. Das Ensemble, ein von der Gitarre getragenes Jazzquintett, findet kreative Wege, Melodien, die normalerweise von einem Orchester gespielt werden würden, neu zu interpretieren, wodurch sie ihre Hörer auf eine außergewöhnliche Reise durch emotionale und klangliche Landschaften mitnehmen.
Der aus Island stammende Mikael Máni wuchs in einem musikliebenden Haushalt auf: Sein Vater führte sowohl einen Plattenladen als auch sein eigenes Label und besaß an die 10.000 LPs, die rauf und runter liefen. Máni fing zunächst an Klavier zu lernen, bis ihm sein Onkel eine elektrische Gitarre schenkte und er sich in das neue Instrument verliebte. Über die Jahre hat sich Mikael Máni einen wachsenden internationalen Ruf erarbeitet. Sein Album „Guitar Poetry“ wurde von ACT Music veröffentlicht und von DownBeat als „impressionistisches Juwel“ gelobt.
„Innermost“ wurde bei den Icelandic Music Awards als Jazz-Album des Jahres ausgezeichnet. Sein Titel „Tie Your Hopes Down“ hat zudem fast 1,3 Millionen Streams auf Spotify erreicht. Sein generelles Interesse an Filmmusik, die ihm oft stärker im Gedächtnis blieb als die tatsächliche Handlung der Filme, zieht sich dabei durch sein Schaffen. Aus diesem Interesse entsteht auch der besondere Klang seines neuen Albums „Half Sun“.
Hier stehen Jazzperformance und Filmmusikproduktion Seite an Seite. Live-Interaktion, Improvisation, Postproduktion, Sounddesign und wiederkehrende melodische Themen werden Teil derselben emotionalen Architektur.
Eingespielt wurde das Album von einem Quintett, neben Mikael Mani bestehend aus dem schwedischen Bassisten Henrik Linder, dem Schlagzeuger Magnús Trygvason Elíassen, dem Keyboarder Tómas Jónsson, sowie Lilja María Ásmundsdóttir, Pianistin und Mikaels Schwester.
„Half Sun“ ist ein Album über innere Konflikte und schafft Mánis umfangreichstes instrumentales Ensemble-Statement. Gemeinsam schaffen sie einen Klang, der lyrisch, weiträumig, rhythmisch lebendig und filmisch ist.
© Mosaik Music Promotion
Line Up
Mikael Máni Asmundsson: Guitar & producer
Lilja María Asmundsdóttir: Metallophone & piano
Henrik Linder: Electric bass
Magnús Trygvason Elíassen: Drums
Tómas Jónsson: Keyboards & piano
Aurora Marchese: vocals (Track 4 side a & Track 3 side b)
Credits
Albert Finnbogason: Engineer, producer & mixing
Hoffe Stannow: Mastering
Aurora Marchese: Cover design
Ámundi Sigurosson: Mikael Máni font
Filippo Marchese: Photos
All compositions by Mikael Máni Asmundsson.
Recorded at Sundlaugin hljóover, Stúdíó A (Albert F.)
With heartfelt thanks to everyone who supported me throughout the creative and practical process: Aurora, Lilja, Henrik, Maggi, Tómas, Albert and my family.
This project was made possible with the support of: Tónlistarsjóour Rannis, STEF, Tónskáldasjóğur RÚV and Menningarsjóour FIH
Tracklist
01. Half Sun
02. July Song
03. Hidden Affection
04. Don’t let me know
05. Cases
06. Show and Tell
07. Höggið
08. Hermes
09. By Request
10. D.V
YouTube
Mikael Máni – Wuthering Heights