Bezau Beatz Festival 2026: Vorbericht

Bezau Beatz Festival 2026

Datum: 06.08. bis 09.08.2026
Ort: Bezau – https://www.bezaubeatz.at/spielorte
Tickets: https://www.bezaubeatz.at/tickets
Website: https://www.bezaubeatz.at

Bezau Beatz
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Pressemitteilung vom 01.06.2026

Das 19. Festival Bezau Beatz verwandelt vom 06. bis 09. August den Bregenzerwald in einen Freiraum für musikalische Improvisationskunst

Wenn sich vom 6. bis 9. August 2026 die Grenze zwischen der Topographie des Bregenzerwaldes und zeitgenössischen Klangentwürfen auflöst, verwandelt sich Bezau zum Schauplatz einer musikalischen Versuchsanordnung. Zum bereits 19. Mal treffen hier langjährige Begleiter und Entdecker aufeinander, um abseits etablierter Konzertsaal-Konventionen das Unvorhersehbare zu erkunden. Auf diese Weise avanciert die Marktgemeinde einmal mehr zum Epizentrum kreativer, improvisierter Musik und zu einem intimen Raum für künstlerische Autonomie.

Schauplätze mit eigener Resonanz

Die sorgfältig gewählte Dramaturgie zeigt sich bereits in der Wahl der Spielstätten, die allesamt eine eigene historische Identität besitzen. Ganz Bezau wird so zur dezentralen Bühne, auf der Orte und Programm gleichermaßen kuratiert sind. Ob in der robusten Remise des Wälderbähnles, der handwerklichen Kulisse der Kunstschmiede Figer, der intimen Akustik der Kirche in Reuthe oder auf dem exponierten Gipfelplateau des Panoramarestaurants Baumgarten, jeder Ort erzählt seine eigene Geschichte. Selbst die Wege zwischen den Konzerten werden Teil des Gesamterlebnisses. Diese Nähe schafft eine familiäre, konzentrierte Atmosphäre, in der Musik im gemeinsamen Lauschen verbindet.

Improvisation als strukturelles Prinzip

Bezau Beatz versteht sich als Plädoyer für den flüchtigen Moment. Der musikalische Bogen reicht von konzentrierten solistischen Miniaturen über freie Klangexkursionen bis hin zu komplex geschichteten Ensemble-Formationen. Jedes Werk entsteht im Dialog mit dem Raum und der Präsenz des Publikums, fixiert einzig und allein im Augenblick.

Wie differenziert diese Prämisse umgesetzt wird, zeigt etwa Valentin Gerhardus, der in seinem Soloprogramm vertraute Instrumentalklänge und vorgefundene Alltagsgeräusche zu einer neuen Ästhetik verwebt. Einen faszinierenden Gegenpol bildet das Quartett Hilde, das sich mit schlafwandlerischer Sicherheit zwischen abstrakter Geräuschforschung und traditioneller formaler Anmut bewegt.

Die kompromisslose Dichte interdisziplinärer Dialoge hingegen wird beim Trio VANISH spürbar, in dem Shelley Hirsch, Christian Weber und Alfred Vogel unterschiedliche musikalische Biografien miteinander verknüpfen. Während José Lencastre, João Hasselberg und Kresten Osgood in der Kunstschmiede Figer die Elastizität freier Improvisation erkunden, baut das Duo Narrsteidle ein fein austariertes, beinahe telepathisches Interaktionsgeflecht auf.

Kalle Kalima DETOURS © Band
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Für eine Öffnung hin zum Populärmusikalischen sorgt beispielsweise Gitarrist Teis Semey, der mit seinem Quintett Elemente aus Free Jazz, Indie-Pop und Post-Rock zusammenbringt. WOBBLE8 andererseits schichtet analoge und digitale Klangbausteine zu einem hochenergetischen Breitwand-Sound auf. Eher assoziative Klanglandschaften evozieren Camila Nebbias Projekt „The Hanged One“ sowie Edward Perrauds „Sauvages Paradis“, während die Formation Kalle Kalima DETOURS mit Leo Genovese und Christian Lillinger das Spektrum um weitere dichte Facetten erweitern. Den poetischen Schlusspunkt dieses hochkarätigen Reigens setzt Vera Morais mit EUPNEA in der Remise.

Die Live-Erlebnisse werden durch interdisziplinäre Workshops ergänzt und Luisa Muhrs Gesangsklasse sowie das Tanz- und Improvisationsprojekt „HEAR AND NOW“ von Evi Filippou und Naïma Mazic eröffnen eigene kleine Universen, die direkt in das Geschehen einfließen.

Bezau Beatz lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen: für Klänge, die bleiben. Für Begegnungen, die weiterwirken. Für Momente, die es genauso nur hier gibt.

Pressemitteilung © cubus-music


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