Pink Floyd – A Saucerful Of Secrets (2016)

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– Review

Pink Floyd - A Saucerful Of Secrets Vinyl-Remaster 2016
Pink Floyd – A Saucerful Of Secrets Vinyl-Remaster 2016

Pink Floyd – A Saucerful Of Secrets (Vinyl-Remaster)
VÖ: 03.06.2016
Label: Parlophone Label Group
Format: Vinyl

Früher wurde wohl einfach schneller gearbeitet. Das mediale Ablenkungspotential, wie wir es heute in seiner Unübersichtlichkeit kennen, gab es einfach nicht. Dafür hatte man mehr Zeit für den eigenen Schaffensprozess. So erklärt sich wohl auch, dass  Pink Floyd nach ihrem Debüt sofort wieder in die berühmten Abbey Road Studios in London zurückkehrten und dort ihr zweites Opus „A Saucerful Of Secrets“ einspielten, das bereits am 29. Juni 1968 veröffentlicht wurde.

Dazwischen lag allerdings die Trennung von Bandgründer, Leadgitarrist und Sänger Syd Barrett, der bei „The Piper at The Gates Of Dawn“ noch Ton angebend war. Aufgrund der wahrscheinlich dem Drogenkonsum geschuldeten Unkalkulierbarkeit Barretts wollte man zunächst den Blues-Gitarristen Jeff Beck verpflichten, den man sich allerdings nicht leisten konnte. Dann fiel die Wahl ausgerechnet auf einen Freund von Syd Barrett – David Gilmour, der sich bei diesem zweiten Album  gesanglich und mit Gitarre einbringen konnte.

Syd Barrett ist auf „A Saucerful Of Secrets“ lediglich noch mit dem letzten Song „Jugband Blues“ vertreten, der besser noch auf das Debütalbum gepasst hätte und im Kontext der Tracklist hier auch nur noch als Schlusssong Platz finden konnte.

Cover-Art von Hipgnosis

Das surrealistische Albumcover wurde von Storm Thorgerson, Gründer der legendären britischen Designgruppe Hipgnosis, geschaffen. Diesem Layout-Debut sollten noch weitere Arbeiten für Pink Floyd und viele andere Künstler folgen.

Um auf das Thema redundanter Publikationen dieses Album wenigstens kurz einzugehen:

Ich besitze bereits die beiden CD-Remaster-Versionen aus den Jahren 1994 und 2011. Letztgenannte Version ist bereits eine sehr gute von Norman Smith als Produzenten und James Guthrie sowie Joel Plante als Verantwortliche für das Mastering. Dieses Trio zeichnet auch für die aktuelle Vinyl-Veröffentlichungsreihe in Sachen Pink Floyd verantwortlich.

Das Vinyl lohnt sich meines Erachtens allemal für all diejenigen, die Pink Floyd an einer ganz entscheidenden frühen Schnittstelle – beim Abgang von Syd Barrett und gleichzeitigem Neuzugang David Gilmour – noch einmal klangtechnisch im 1968er-Soundgewand mit etwas Ping-Pong-Stereo, wie es auch schon bei „The Piper at The Gates Of Dawn“ hörbar war, nacherleben wollen. Auch hier gilt: kein Downloadcode verfügbar, aber dafür einwandfreies Vinyl.

Tracklist


Let There Be More Light (Waters)
Remember A Day (Wright)
Set The Controls For The Heart Of The Sun (Waters)
Corporal Clegg (Waters)
A Saucerful of Secrets (Waters/Wright/Mason/Gilmour)
Something Else
Syncopated Pandemonium
Storm Signal
Celestial Voices
See-Saw (Wright)
Jugband Blues (Barrett)


Meine unbedingten Anspiel-Tipps – fett!


Line-Up


Syd Barrett – Gitarre, Gesang
David Gilmour – Gitarre, Gesang
Nick Mason – Schlagzeug, Percussion
Roger Waters – Bass, Gesang
Richard Wright – Orgel, Piano, Mellotron


© Gerald Langer

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Verfasst von:

Musikliebhaber, Fotograf, Autor, Architekt.

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