Blaer – Blaer (Sounds)

Review (Album)


Blaer - Debüt - 2014
Blaer – Debüt – 2014

Blaer – Blaer
VÖ: 20.02.2014
Label: Morpheus Records
Format: CD, Digital


Tracklist

01. Welcome
02. You Told Me
03. Brian
04. Waiting For Snow
05. Without
06. Deep Blue
07. Erased


Line-Up

Maja Nydegger – Klavier, Komposition
Nils Fischer – Sopransax, Bassklarinette
Claudio von Arx – Altsax, Tenorsax
Simon Iten – Kontrabass
Emanuel Künzi – Schlagzeug


Credits


Diskografie


Tour – CD Release

07. März 2014: Kreuz Solothurn, 20.30
14. März 2014: Esse Musicbar Winterthur, 20.15
19. März 2014: Prima Vista Baden, 20.30
20. März 2014: Mahogany Hall Bern, 20.30
21. März 2014: Klavierwerkstatt Waldhauser Liestal, 19.30
23. März 2014: Schulhaus Kröschenbrunnen, 17.00
27. März 2014: Jenseits im Viadukt Zürich, 20.00

Rezension

Faschingsdienstag, ein kurzer, lediglich halber Bürotag nur, ein sich anschließender Spaziergang durch die sich leerende Stadt bei herrlichem Sonnenschein, die Fahrt nach Hause, der Blick in den Briefkasten und Post aus der Hauptstadt der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Inhalt des gepolsterten Schutzumschlages nicht etwa ein nachgesandter Strafzettel, sondern das seit einiger Zeit bereits avisierte Debutalbum von Blaer.

Bereite mir schnell noch einen Cappuccino, lege Blaer in den Player  und begebe mich dann samt meinem warmen Koffeingetränk auf meine Lieblingscouch im Wohnzimmer, höre einfach nur zu, lasse mich in die Musik der jungen Band hineinfallen und entführen. Eine etwa dreiviertelstündige Traumreise, bei der die Lust am Weiterhören den Kaffee kalt werden lässt.

Maja Nydegger zeichnet für all diese Kompositionen verantwortlich

Der rote Faden durch das Album ist ihr wunderbar unspektakuläres sanftes Pianospiel, das gezielt Tür und Tor für Saxophon und Bassklarinette von Nils Fischer und Claudio von Arx öffnet, um mit feinen Jazzfarben zu malen. Vorwiegend im Hintergrund das Schlagzeug von Emanuel Künzi und der Bass von Simon Iten.

Die Band gibt über sich auf der eigenen Internetseite wenig preis. Vermutlich leitet sich der Bandname vom isländischen blær ab, was soviel wie Atmosphäre bedeutet.

Atmosphärisch sind die Kompositionen allesamt, was sich auch in manchem Songtitel andeutet

Bei Waiting For Snow fühlt man sich leicht in eine Situation hinein, in der man bei einem derart verhangenem Himmel, wie auf dem Albumcover dargestellt, zum Fenster hinausblickt und sehnsuchtsvoll die ersten Schneeflocken des Winters erwartet.

Without – mein persönlicher favourite track. Warum? Die  räumliche Verteilung von Piano, Bass und Schlagzeug, die einen förmlich gefangen nimmt auf einer emotionalen Reise zwischen Traurigkeit und Hoffnung.

Der letzte Titel Erased erinnert streckenweise an ruhigere Songs der schottischen Post-Rock-Band Mogwai, wenn da nicht die Klarinette wäre.

Was für ein gelungenes Finale für den Erstling des Quintetts aus Bern!

© Gerald Langer


Last Updated on 04/09/2022 by mr.music-on-net

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