Fabian Anderhub – Blues-Club Baden-Baden 2019 – Konzertbericht

Konzertbericht und Konzertfotos.
Fabian Anderhub am 12. Oktober 2019 im Blues-Club Baden-Baden
What Colour Is The Sky Tour 2019


Baden-Baden (music-on-net) – Richtig gut kann auch mal ganz schlicht sein. Keine Ständer mit eindrucksvollen Gitarrenbatterien aller Marken und Modelle auf der Bühne. Nur ein Schlagzeug hinten, ein paar Verstärker seitwärts und vorne drei Mikros. Fertig.

Drei Jungs postieren sich mit zwei mehr oder weniger verschrammten Strats und einem passenden Fender Bass an den Mikros. Dunkle Anzüge mit Schlips oder Schleife machen den ungehobelten Look der Gitarren wieder wett. Ein vierter Anzug postiert sich an den Drums. Los geht’s.

Schon beim ersten druckvollen Lied fangen die Gäste vor der Bühne das Rocken an, das hat man sonst nicht immer so…

So begann mein Konzertbericht vor zweieinhalb Jahren an gleicher Stelle. Und das kann man für heute grad so stehen lassen. Der Bericht endete damals mit:

… weitere Konzert-Termine gibt es derzeit keine, da bald wieder eine neue CD in Arbeit ist. Man darf gespannt sein.

Und genau da sind wir heute – gespannt auf die neue CD What Color Is Your Sky, von der die allerersten Exemplare noch vor dem offiziellen Release heute auf dem Tisch liegen. Das Line-up ist unverändert und so läuft mir schon das Wasser in den Ohren zusammen in freudiger Erwartung des Gitarren-Gewitters, mit dem uns Fabian Anderhub und sein kongenialer Gegenpol Dominic Rüegg überziehen werden.

Die neuen Lieder am Ende des ersten Sets und in der Zugabe spiegeln die Bandbreite des Schweiz-Kanadiers wieder: Von der gefühlvollen Ballade Devil’s Daughter – Anderhubs eindringliche Stimme nur begleitet von Rüeggs akustisch gestellter Gitarre. Über die dreckige bluesige Slide-Guitar, die sich im spannenden Up To No Good in Rock’n‘Roll-Riffs rüberarbeitet. Bis zu den vollen Rock-Brettern Phoenix Rising und Boom Town – Rüegg und Jan Peyer am Bass spielen sich die Rhythmen zu, während Anderhub zwischen beiden wild solierend umhertobt. Das Publikum ist voll dabei.

Der Rahmen darum ist im Wesentlichen das bewährte Set wie vor zwei Jahren. Geprägt vom mitreißendem Zusammenspiel der beiden Gitarren. Und vom Kontrast zwischen Anderhubs Ansagen, die bewusst eine schwyzerdütsche Beschaulichkeit zelebrieren, und der explodierenden Dynamik der Songs, die nach wenigen Takten im roten Bereich ankommen.

Steve Grant an den Drums und Jan Peyer am Bass bescheren mir mein persönliches Glücksgefühl – mit der Kamera im Anschlag und wehenden Haaren vor der Bassbox. Die beiden feuern ordentlich aus dem Hintergrund. In Loverboy gibt es wieder ein gewaltiges Solo der beiden.

Nach zwei schweißtreibenden Stunden geht es in die Zugabe –Surf Medley haben wir das letzte Mal auch gehört, kann man aber so immer wieder hören. Die beiden Gitarren machen aus Junior Browns Klassiker eine Big-Wave-Nummer und geben am Schluss wirklich alles. Im wilden Galopp geht es durch die turmhohe Brandung – Anderhub reitet den Bühnenrand wie den Wellenkamm – immer weiter steigert sich das Tempo und verliert sich in einem Stakkato von krachenden Improvisationen – die Welle überschlägt sich und spült den Surfer heftigst unter … und das zerfetzte Brett landet auf den Felsen.

Fabian Anderhub taucht wieder auf in – die nächsten Tour-Termine:

29.11.19 Ludwigsfelden, Live-in-Lu
30.11.19  Habach, Village
13.12.19 Seewen (CH), Gaswerk

www.anderhub-music.com

© Jörg Neuner


Line up | Fabian Anderhub


Fabian Anderhub – Guitar, vocals
Dominic Rüegg – Guitar
Jan Peyer – Bass
Steve Grant – Drums


Setlist | Fabian Anderhub


Set 1
Color Of Mud
Dimples
I Love My Baby – Got My Mojo Working
Waiting For Me
Gone Too Far
Devil’s Daughter
Phoenix Rising
Boom Town

Set 2
Be Mine
It’s A Blues Thing
Mighty Mississippi
Old Days
Loverboy feat. Smoke On The Water & Folsom Prison Blues
Just Got Paid

Encore
Up To No Good
Surf Medley


Konzertfotos | Fabian Anderhub



YouTube – Fabian Anderhub


Konzertbericht und Konzertfotos © Jörg Neuner (music-on-net)


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„Chef-Redakteur“ eines „Ein-Mann-Betriebes“ | Inhaltlich verantwortlich für music-on-net.de (Magazin), music-on-net.photography (Konzertfotografie) und music-on-net.com (mein persönlicher Musikblog) | Offen für verlässliche Kooperationen | Wurzeln in den 1970er Jahren mit Blick auf die aktuelle Musikszene dank einer nach und nach gewachsenen guten Vernetzung mit verschiedenen Medienpartnern | Es ist vor allem die Leidenschaft für die Musik, die mich nach all den Jahren noch immer antreibt.

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