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RAD ORCHESTRA – Rad Orchestra (2018) – Album – Review

Last updated on 13. März 2019

Künstler: Rad Orchestra.
Titel: Rad Orchestra.
Formate: CD, digital.
VÖ: 30.11.2018.
Label: Labelship
Vertrieb: Broken Silence
Website: www.radorchestra.com
Facebook: www.facebook.com/radorchestra


Was für eine vielschichtige Platte serviert uns da Max André Rademacher, den auch die wenigsten interessierten Hörer namentlich kennen dürften. Ich hatte ihn bisher jedenfalls nicht auf dem Radar.

Sein aktuelles Album erscheint als ein vom Rad Orchestra veröffentlichter Longplayer mit ordentlichen 66 kurzweiligen Minuten Spieldauer. Insgesamt dreizehn Songs sind, einer Perlenschnur gleich, geschickt aneinander gereiht und ziehen den Hörer sukzessive in ihren Bann.

Die Wiedergabequalität der CD ist exzellent, die Instrumentierung so glasklar aufgelöst, dass dieses Album Referenzcharakter für den high-fidelen Hörer haben dürfte.

Der Genre-Mix lässt sich im Plattenregal vielleicht unter dem ansonsten wenig konkreten Begriff der “Weltmusik” einigermaßen treffend ablegen. 

E-Gitarre, E-Bass und akustische Instrumente, wie Geigen und Bratschen, werden von einer überwiegend sanften Percussion unterstützt, sodass man beim Durchhören immer wieder Ansätze vom afrikanischen Wüstenblues, bis hin zu dancefloor-taugliche Momente erlebt.

Musikalische Vielfalt im besten Sinne des Wortes, die insgesamt traditionellen Tönen dabei deutlich näher steht als leichtem Pop.

Max André Rademacher singt, spielt Gitarre und die afrikanische Ngoni, die zu den sogenannten Langhals-Spießlauten gehört.

Rademacher ist ein kreativer Macher,  der sei vielen Jahren in London lebt und sehr gut vernetzt ist.

Bereits den 1970ern war er in der New Wave Szene von Paris und New York unterwegs, kooperierte in New Orleans mit der 2015 verstorbenen Musiker- und Produzentenlegende Allen Toussaint.

Von 1980 bis 2001 war er Kopf der Projektband Maxim Rad. Die in diesem Zeitraum entstandenen vier Alben – Times Ain’t That Bad, Old, This One’s A Killer und das finale Maxim Rad Is Dead – entzogen sich damals schon jeglicher Kategorisierung.

Mit dem nunmehr vorgelegten Werk geht er diesen Weg munter weiter. Ein Freigeist, dieser aus Hamburg stammende musikalische Weltbürger.

© Gerald Langer


Tracklist

1. Ayonda
2. Excuse Me While I Grin
3. No Matter Where You Are
4. Gallon
5. Meanwhile And Always
6. Putting It Off
7. Bramble
8. Let’s Sing
9. Shoot (Me Like You Should)
10. Sleep Of Faith
11. Summer Heroine
12. Spinweed
13. Bells


Line-Up

Amy Jane Hosken: Viola
Louise Gibbens: Violin
James Gavin: Violin, Mandolin , Guitar
Paul Greenstein: Guitar 
Duncan Noble: Bass
Max André Rademacher: Vocals, Guitar, Ngoni
Renu: Percussion
Lawrence Hill: Percussion
Richie Stevens: Drums


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