Kakkmaddafakka – LKA Longhorn Stuttgart 2013 – Konzertbericht

Konzertbericht und Konzertfotos.
Kakkmaddafakka am 12. Oktober 2013 im LKA Longhorn Stuttgart
Support: Roosevelt
Explosive Mischung aus Electro und Indie-Rock


Stuttgart (music-on-net) Zwei junge Bands, möglicherweise auf dem Weg ganz nach oben. Das ist wohl die einzige Gemeinsamkeit der beiden Acts des heutigen Abends.

Während Kakkmaddafakka einst versuchten, so viele Freunde wie möglich auf die Bühne zu bringen und zur Zeit zu acht inklusive zweier Background-Tänzern unterwegs sind, ist Roosevelt a.k.a. Marius Lauber nur von einem Bassisten unterstützt auf der Bühne, singt und bedient nebenbei die Gitarre, das Keyboard und unzählige Effektgeräte. Dabei gelingt es ihm mit eingehenden Basslines und sphärischen Klängen das anfangs noch etwas müde wirkende Publikum zumindest zu einem leichten Mitwippen zu bewegen.

Der entspannte Sound der Kölner Band scheint zu gefallen. Nach knapp einer halben Stunde verabschiedet sich das Duo und die Vorfreude auf den Headliner des heutigen Abends steigt.


Bildergalerie | Roosevelt


Eine kurze Umbauphase nur – dann geht es endlich los.

Ein bärtiger blonder Mann mit Fliege betritt die Bühne mit einer riesigen KAKKMADDAFAKKA-Flagge, der Beginn einer fast zweistündigen Entertainment-Show. Zwischen den Songs, die jeden in der Halle zum Tanzen mitreißen, bieten die acht Jungs eine Mischung aus Akrobatik, improvisierten Ansagen, fragwürdigen Witzen und purer Verplantheit. Die Songs hingegen werden tadellos dargeboten – in der Tat sind Kakkmaddafakka eine ausgesprochene Live-Band, die transportierte Energie kann nur schwer im Studio auf Tonträger gebannt werden.

Ausverkauft ist das LKA Longhorn nicht, die Hälfte der Halle ist gesperrt. Das tut jedoch der Atmosphäre keinen Abbruch, im Gegenteil, gerade dadurch kommt eine fast intime Clubatmosphäre auf.

Der durchschnittliche Konzertbesucher an diesem Abend trägt Chucks, ist um die zwanzig und überwiegend weiblich. Ein Fakt, der Sänger, Gitarrist und Haupt-animateur Axel Vindenes besonders gut zu gefallen scheint.

Nach dem Ende des offiziellen Teils kommt zur Zugabe Bassist Stian Sævig auf die Bühne. Allein an der Gitarre spielt er die Ballade „Saviour“, um danach auch den Rest der Band erneut zu holen und noch einmal alles zu geben.

Zum Schluss wird Tina Turners „Simply the best“ eingespielt. Wie wahr, wie wahr! Die Band verbeugt sich und verlässt schweißgebadet die Bühne. Und wer will, kann sich am Merchandise-Stand sein Kakkmaddafakka-T-Shirt, seine LP oder den Jutebeutel von der Band signieren lassen. Simply the best!

Die europaweite „Six Months Is A Long Time – Tour“ geht noch bis zum 1.12.13, darunter auch noch mehrere Termine in Deutschland.

Website | Kakkmaddafakka


Bildergalerie | Kakkmaddafakka


Konzertbericht und Konzertfotos © Dominik Stuhler


Setlist Kakkmaddafakka

Intro

Touching

Make The First Move

Gangster No More

Self-esteem

Young

Lie

No Song

Bill Clinton

Is She

Gangsta

Heidelberg

Never Be Friends

Someone New

Restless

Your Girl

All About

Saviour

Forever Alone

The Way You Make Me Feel

Drø Sø

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