Phia – The Ocean Of Everything – Album – Review

Review / Tonträger / Album / Hörtipp.

Phia - The Ocean Of Everything (2016)
Phia – The Ocean Of Everything (2016)

Künstler: Phia
Titel: The Ocean Of Everything
VÖ: 26.08.2016
Label: Labelship | LC 24628
Vertrieb: Broken Silence
Formate: CD, digital
http://www.listentophia.com/
https://www.facebook.com/listentophia


“Gut Ding braucht Weile”, so heißt ein altes Sprichwort.

Auf  die gebürtige Australierin Sophia Exiner, unter dem Künstlernamen Phia bisher wohl auch nur einer eingeschworenen Fangemeinde bekannt, trifft dies sicherlich zu. Im Jahre 2011 ist sie in unserer Bundeshauptstadt hängen geblieben, veröffentlichte ihre erste EP “Garden Of Youth”, die zweite EP “Live in Berlin” sollte im April 2012 folgen, ebenso diverse Kollaborationen mit anderen Künstlern.

Immer wieder gibt sie kleinere Konzerte und entwickelt so einen gewissen Kultstatus.

Groß geworden ist Phia in einem musikalischen Umfeld, lernt Klavier, interessiert sich für Musicals, nimmt Tanz- und Gesangsunterricht, studiert schließlich Jazz-Piano, um uns auf ihrem aktuellen Album “The Ocean Of Everything” Songs zu präsentieren, die herrlich luftig und poppig aus dem Lautsprecher perlen. Die Studioband um Produzent Joshua Teicher, der selbst mit Gitarre und Bass einspringt, hält sich dabei vornehm zurück. Es wird gesampelt, es wird  geloopt.

Mit der Kalimba, einem afrikanischen Zupfinstrument, das der großen Familie der Lamellophone angehört, und ihrer ebenso glockenklaren Stimme schafft Phia gut dreiminütige Songs, die leider schon viel zu früh das finale “End Of The Day” einläuten.

Wer aufgrund der Kalimba eine afrikanisch anmutende Musik erwartet, liegt vollkommen falsch. Phia gelingt der Kunstgriff, dieses Instrument aus seinem lokalen und kulturellen Kontext herauszulösen und etwas Neues und bis dato Unerhörtes zu schaffen.

Ergebnis ist zur Perfektion gebrachter minimalistischer Pop, der sich weder anbiedert noch Gefahr läuft, gerade wegen dieser besonderen Instrumentierung zur Masche zu werden.

Alle Songs stammen – bis auf den Opener “Heartstrings” – aus der Feder der jungen Singer- und Songwriterin, die demnächst auch bei uns auf Record-Release-Tour gehen wird.

“The Ocean Of Everything” wird  zunächst nur in den Formaten CD im Digipak sowie digital angeboten.

Eine Vinyl-Sonderauflage ist jedoch geplant. So dürfte dieses “schwarze Gold” mit Phia’s Stimme und Kalimba ganz schnell auch zur Referenzscheibe für präzise Tonwandler werden.

© Gerald Langer


Tracklist

Heartstrings
So Far, So Close
Begin Again
Do You Ever?
I More Than Rather Like You
Chemistry
Open/Closed
If Not You
Revisionist
Red Bicycle
End Of the Day


Unbedingte Hörtipps – fett


Tour-Daten 2016 – Phia & Band // Live

Record Release Tour
Präsentiert von FluxFM, AskHelmut, DetektorFM und Kultmucke.de

13.09.2016  D-Köln, Blue Shell
14.09.2016  D-Halle, Objekt 5
15.09.2016  D-Magdeburg, Theater in der grünen Zitadelle
16.09.2016  D-Berlin, Privatclub
17.09.2016  D-Erfurt, Franz Mehlhose
20.09.2016  D-Dresden, Ostpol
22.09.2016  D-Leipzig, Noch Besser Leben
23.09.2016  D-Saalfeld, Forty One
24.09.2016  D-Radebeul, Herbst- und Weinfest

Beliebte Beiträge

  1. Würzburger Posthalle und Theater Chambinzky bei der „Night of Light“ - Vorbericht
  2. ROGER WATERS - The Wall (2015) - BR - Review
  3. RPWL - Colos-Saal Aschaffenburg 2016 - Konzertbericht
  4. Umsonst und Drinnen - Posthalle Würzburg 2020 - Vorbericht
  5. Klaus Doldinger's Passport - Motherhood - Album - Kurzkritik
  6. High Ideals & Crazy Dreams - Hafensommer Würzburg 2015 - Konzertbericht
  7. Neil Young - Homegrown - Album - Kurzkritik
  8. Iggy Pop - The Bowie Years - 7-CD-Box-Set - Kurzkritik
  9. Alvin Lee - Vinyl - Reissues - 2016 - Review
  10. Newcomer Contest Bayern 2017 - Finalisten stehen fest
facebook-profile-picture Verfasst von:

„Chef-Redakteur“ dieses „Ein-Mann-Betriebes“ | inhaltlich verantwortlich für music-on-net.de (Magazin), music-on-net.photography (Konzertfotografie) und music-on-net.com (mein persönlicher Musikblog) | offen für Kooperationen