The Australian Pink Floyd Show – s. Oliver Arena Würzburg 2015 – Konzertbericht

Konzertbericht mit Konzertfotos
Welcome To The Machine Tour 2015 – The Australian Pink Floyd Show Celebrating Wish You Were Here
The Australian Pink Floyd Show am 29. März 2015 in der Würzburger s. Oliver Arena 


Würzburg (music-on-net) – Mittlerweile sind unglaubliche vierzig Jahre vergangen, seit ich das gerade neu erworbene Vinyl-Album “Wish You Were Here” der schon damals von mir verehrten britischen Psychedelic-(Rock)-Band Pink Floyd aus der schwarzen Folienhülle befreien durfte, damit es mir anschließend in reinem Weiß mit einer mittig platzierten Fotografie entgegen strahlen konnte.

Ich erinnere mich an beinahe jedes Detail, selbst an den charakteristischen Geruch der Folie. Das Bild auf dem Albumcover, die beigelegten Postkarten, das spektakuläre Design von Hipgnosis mit der besonderen Handschrift des bereits verstorbenen Storm Thorgerson.

Trotz aller Äußerlichkeiten galt mein besonderes Interesse auch damals schon der Musik. Und die war überirdisch. War mit “Dark Side Of The Moon” der endgültige kommerzielle Durchbruch der britischen Band bereits erreicht, konnte das Niveau mit “Wish You Were Here” abermals gehalten werden. Dieses vorab beschriebene Grundgefühl dürfte zumindest einen Teil der heutigen Hörerschaft einen.

Die Würzburger s. Oliver-Arena füllt sich anfangs etwas zögerlich. Das etwas reifere Publikum mit Geburtsdatum irgendwann in den 1950er Jahren überwiegt heute Abend, wie erwartet. Um 20 Uhr ist die komplett bestuhlte Mehrzweckhalle zwar nicht ausverkauft, aber doch sehr gut besetzt.

Das erste, gut einstündige Set besteht aus der kompletten Präsentation des epochalen Albums, das am 15. September 1975 erschienen ist. Als Intro, zugleich als Warm-Up, fungiert ein phänomenales Astronomy Domine. Sicherlich auch eine Verbeugung vor dem Floyd‘schen Gründungsmitglied Syd Barrett, dessen Konterfei wir heute Abend noch einige Male auf der runden Leinwand betrachten können. Als Bundle vor der Pause The Happiest Days Of Our Lives und Another Brick in the Wall Part 2, genauso wie, wir diese Abfolge auch vom Album “The Wall” her kennen.

Nach gut zwanzigminütiger Pause geht es weiter mit einer Art Best Of. Auch “The Wall” ist nochmals vertreten mit The Flesh und einem superben Comfortably Numb. Dazwischen eine Auslese aus “Dark Side Of The Moon” und ein grandioses One Of These Days.

Natürlich wünschen wir uns die obligatorischen Zugaben. Leider ist eine davon Louder Than Words vom vollkommen überflüssigen, im letzten Jahr erschienen, Album “The Endless River“, das alles andere als ein würdiges Erinnerungsstück an den verstorbenen Rick Wright ist. Auch die Australier können hier nicht viel retten, wenn es dem Original schon an Substanz mangelt. Mit Run Like Hell wird der über zweistündige Auftritt von The Australian Pink Floyd Show absolut untadelig abgeschlossen. Wow!

Musikalisch-instrumental ist The Pink Floyd Australian Show über jeden Zweifel erhaben. „Haben Pink Floyd gemeinsam je so technisch versiert gespielt?“ – müsste die Frage eher lauten? Wenn man eine Schwäche suchen möchte, dann ist es stellenweise der vokale Anteil, den Lead-Sänger Alex McNamara nicht immer dem jeweiligen Original ebenbürtig bewältigen kann. Dieser Vergleich ist aber auch nicht ganz fair, müsste er schlussendlich wie David Gilmour, Roger Waters und Rick Wright zugleich intonieren können. Insofern ist es natürlich naheliegend, dass Gesangsanteile auch an andere männliche Bandmitglieder weitergegeben werden.

Ausgezeichnet durchweg die drei Background-Sängerinnen, die bei The Great Gig In The Sky zumindest bei mir für Gänsehaut sorgen.

The Australian Pink Floyd Show verrichtet die Reproduktion und Interpretation des Pink Floyd Werkes mit höchster Akribie, so dass man sich schon darauf freut, wenn im Jahre 2017 „Animals“ als Hauptprogrammpunkt feststehen wird. The Australian Pink Floyd Show ist insofern berechenbar. Die Chronologie der originalen Pink Floyd diktiert insofern natürlich auch den Spielplan.

Im nächsten Jahr wird es ein reines Best Of Programm von Pink Floyd geben. Die Termine für diese Shows stehen auch schon.

Grund genug also, sich auf weitere Shows mit perfektem Klangbild zu freuen. Selbst in der s. Oliver-Arena, die eigentlich eher eine Turnhalle ist, war der Sound heute Abend tadellos. Die Lightshow ohnehin perfekt!

© Gerald Langer (29-03-2015)


Line Up | The Australian Pink Floyd Show


Steve Mac – guitar, vocals

Colin Wilson – bass, vocals

David Domminney Fowler – guitar, vocals

Lorelei Mc Broom – vocals

Emily Lynn – vocals

Jason Sawford – keyboards

Paul Bonney – drums

Alex McNamara – vocals

Lara Smiles – vocals

Mike Kidson – saxophone

 


Setlist

Set 1

Astronomy Domine

Shine On You Crazy Diamond (Parts I-V)

Welcome to the Machine

Have a Cigar

Wish You Were Here

Shine On You Crazy Diamond (Parts VI-IX)

The Happiest Days of Our Lives

Another Brick in the Wall Part 2

Set 2

In the Flesh?

Learning to Fly

Time

The Great Gig in the Sky

Young Lust

Money

High Hopes

One of These Days

Comfortably Numb

Zugabe

Louder Than Words

Run Like Hell


The Australian Pink Floyd Show | Würzburg | s. Oliver-Arena | 29-03-2015 | © Gerald Langer (music-on-net)
The Australian Pink Floyd Show | Würzburg | s. Oliver-Arena | 29-03-2015 | © Gerald Langer (music-on-net)
The Australian Pink Floyd Show | Würzburg | s. Oliver-Arena | 29-03-2015 | © Gerald Langer (music-on-net)
The Australian Pink Floyd Show | Würzburg | s. Oliver-Arena | 29-03-2015 | © Gerald Langer (music-on-net)
The Australian Pink Floyd Show | Würzburg | s. Oliver-Arena | 29-03-2015 | © Gerald Langer (music-on-net)
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The Australian Pink Floyd Show | Würzburg | s. Oliver-Arena | 29-03-2015 | © Gerald Langer (music-on-net)
The Australian Pink Floyd Show | Würzburg | s. Oliver-Arena | 29-03-2015 | © Gerald Langer (music-on-net)

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Bericht und Konzertfotos © Gerald Langer (music-on-net)

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