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SARI SCHORR – Never Say Never (2018) – Album – Review

Review / Tonträger / Album.


Künstler: Sari Schorr
Titel: Never Say Never
Formate: CD, digital
VÖ: 05.10.2018
Label: ManHaton Records
Vertrieb: H’Art
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Mit Never Say Never tritt die US-Amerikanerin den hörbaren Beweis dafür an, dass das zweite Album das eine oder andere Mal mehr Segen als Fluch sein kann, auch wenn die Erwartungen der Kritik und vor allem potentieller Käufer des Albums in einer solch frühen Karrierephase besonders hoch sein mögen.

War schon das im Jahre 2016 erschienen Debütalbum A Force Of Nature ein Leckerbissen, zelebriert Sari Beth Schorr den Blues auf Never Say Never auf ähnlich hohem Niveau. Stimmlich erinnert sie mich stellenweise an die in den USA nach wie vor überaus erfolgreiche Melissa Etheridge, die allerdings noch einen Tick stärker in der Rockmusik verwurzelt ist.

Rocken kann Sari Schorr schon auch. Ihre Studioband mit Ash Wilson an der E-Gitarre, Matt Beable am Bass, Bob Fridzema an den Keyboards und Roy Martin am Schlagzeug geht furios mit der in Queens, New York, geborenen Vokalistin Sari Schorr zusammen. Gerade dem Gitarrenspiel von Ash Wilson, der vor wenigen Wochen mit eigenem Album (Broken Machine) auch in Deutschland tourte, lässt Sari Schorr viel Raum.

Herausgekommen ist dabei ein etwas popgetränkter Blues-Rock, der manchen Puristen vielleicht zunächst zurückweichen lässt, der aber Genregrenzen mit raffinierten Arrangements aufzubrechen versteht und somit sicherlich viele neue aufgeschlossene Hörer zu gewinnen weiß.

Mein unbedingter Anspieltipp ist das von  Mott The Hoople im Jahre 1972 veröffentlichte “Ready For Love”, das bereits zwei Jahre später als Coversong auf dem Debüt der britischen Blues-Rock-Band Bad Company erschien. Interessanterweise platziert Sari Schorr diesen Song wie die vorgenannten Briten mt ihrem legendären Frontmann Paul Rodgers ebenso an dritter Position der Tracklist.

Der traurige Titelsong Never Say Never stammt denn aus der Feder von Ian McLagan, der einst die Keyboards der Small Faces und Faces bediente und dieses Stück seiner tödlich verunglückten Frau Kim widmete.

Hinter den meisten Songs von Sari Schorr steckt allerdings ein deutscher Co-Writer namens Henning Gehrke, Produzent, Musiker und Komponist aus Iserlohn.

Den Album-Mix übernahm Tom Tapley aus Atlanta, Georgia , der unter anderem bereits für den “Boss” Bruce Springsteen und Pearl Jam gearbeitet hatte. Das Mastering lag in den Händen von Jon Astley, London, der neben vielen anderen Namhaften auch mit  The Who, Eric Clapton un den Rolling Stones kooperierte.

Zusammen mit dem just erschienenen Hördokument klingt dies doch alles sehr vielversprechend!

Sari Schorr ist zudem im November 2018 auf Deutschland-Tour und darf dann ihre Live-Qualitäten unter Beweis stellen.

© Gerald Langer


Sari Schorr – Never Say Never – Tracklist:

  1. King Of Rock And Roll
  2. Thank You
  3. Ready For Love
  4. Valentina
  5. The New Revolution
  6. Beautiful
  7. Turn The Radio On
  8. Maybe I’m Fooling
  9. Back To L.A.
  10. Freedom
  11. Never Say Never

Meine Anspieltipps – fett 


Sari Schorr – Line-Up 

Sari Schorr — Vocals
Ash Wilson – Guitar
Matt Beable — Bass
Bob Fridzema — Keyboards, Hammond (except “Beautiful” and “Freedom”: Hammond by Bennet Holland)
Roy Martin — Drums (except “Beautlful” and “Freedom”: Drums by Neal Wilkinson)


Sari Schorr – Tour 2018

15.11.18  Rheinberg, Schwarzer Adler
16.11.18  Wetzlar, Kulturzentrum Franzis
17.11.18  Udestedt, Winter Blues
19.11.18  A-Salzburg, Blue Monday
20.11.18 Heiming, Gewölbe
22.11.18 Ulm, Charivari
23.11.18 Eppstein, WunderBar Weite Welt


Sari Schorr – Youtube

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