Avi Avital & Omer Avital – Avital Meets Avital – 2017 – Album – Review

Avital Meets Avital - 2017 - Album - Cover
Avital Meets Avital - 2017 - Album - Cover

Kurzkritik / Hörtipp.
Avi Avital & Omer Avital – Avital Meets Avital
VÖ: 02. Juni 2017
Label: Deutsche Grammophon / Universal Music


Besprechungen von Neuveröffentlichungen aus dem Katalog der Deutschen Grammophon sind für mich nicht alltäglich, kommen nicht allzu häufig vor. Das gelbe Firmenlogo genießt Respekt, gerade  bei den Hörern, die sich in das Genre der klassischen Musik eher selten wagen.

Vielleicht lag die Kollaboration von Avi Avital mit dem Omer Avital – (Avi) Avital Meets (Omer) Avital – auch aus diesem Grunde schon einige Monate auf einem beträchtlich hohen Stapel, den ich in den nächsten Wochen nach und nach abzutragen gedenke.

Das gemeinsame Werk des 39-jährige israelischen Mandolinisten Avi mit dem ebenfalls aus Israel stammenden Jazz-Bassisten Omer zeichnet dabei eine unerwartete Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit aus. Die Kompositionen steuerte fast ausnahmslos Omer Avital bei. Lediglich beim kurzen Prelude ist Avi Avital Komponist und musikalischer Solist.

Beide Musiker sind haben vor vielen Jahren ihre Heimat nach dem Militärdienst verlassen, haben ihr musikalisches Handwerk von der Pike auf gelernt, an diversen Musikhochschulen verfeinert und ihr Publikum weltweit sowohl in namhaften Konzertsälen, sei es die New Yorker Carnegie Hall oder die Berliner Philharmonie (Avi), oder in Jazzclubs  und bei Festivals (Omer) begeistert.

Das Interesse, sich in verschiedensten Formationen und Stilen auszuprobieren, ist bei beiden Künstlern, wenn man sich ihre beruflichen Tätigkeitsfelder genauer ansieht, stark ausgeprägt.

So bauen sie mit „Avital Meets Avital“ sehr spielerisch, keineswegs akademisch, die Brücken zwischen den beiden Pfeiler Jazz (Omer) und Klassik (Avi) und bescheren dem Hörer einen spannenden, unter die Haut gehenden, Mix aus folkloristischen Elementen zwischen Orient und Okzident.

Ein würdiges Ende findet das Album mit der sich auf Mandoline und Bass beschränkenden Interpretation von The Source And The Sea des 1997 verstorbenen polnisch-israelischen Komponisten Moshe Vilenski.

Das Album ist aufnahmetechnisch „High End“.

Daher:

Höchste Empfehlungsstufe!

© Gerald Langer


Tracklist

  1. Zanzama
  2. Lonely Girl
  3. Ana Maghrebi
  4. Avi’s song
  5. Ballad For Eli
  6. Prelude
  7. Maroc
  8. Hijazain
  9. The Source And The Sea (Balada Al Maayan Ye’Yam)

Meine Anspiel-Tipps – fett


Line-Up

Avi Avital – mandolin, mandola
Omer Avital – bass, oud
Yonathan Avishai – piano
Itamar Doari – percussion
Uri Sharlin – accordion

Tourdaten 2017

11.10.2017 Wien, Konzerthaus, Werke von „Avital Meets Avital“
15.10.2017 Schweinfurt, Theater, Werke von „Avital Meets Avital“
17.10.2017 Bremen, Glocke, Werke von „Avital Meets Avital“
18.10.2017 Berlin, Pierre-Boulez-Saal, Werke von „Avital Meets Avital“
20.10.2017 Hannover, NDR Landesfunkhaus Niedersachsen, Werke von „Avital Meets Avital“
21.10.2017 Berlin, Pierre-Boulez-Saal, Werke von „Avital Meets Avital“
22.10.2017 Baden-Baden, Festspielhaus, Werke von „Avital Meets Avital“

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