Henry Padovani – I Love Today (2016) – Album – Review

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Henry Padovani
Henry Padovani

Henry Padovani – I Love Today
VÖ: 26.08.2016
Label: Repertoire Records
Vertrieb: H’Art
Formate: CD, digital

Review / Tonträger / Album © Gerald Langer

(music-on-net) – Bassist und Sänger Sting hat vor wenigen Wochen seine Studio-Collection auf Vinyl veröffentlicht, Gitarrist Andy Summers betreibt seine Solokarriere bereits seit über dreißig Jahren. Ähnlich sieht es bei Drummer Stewart Copeland aus, der sich seit dem Split von The Police vor allem im Bereich der Filmmusik verdient gemacht hat.

Der Sänger und Gitarrist Henry Padovani dürfte allerdings nur eingefleischten Fans und Booklet-Lesern der britischen Supergroup der frühen 1980er-Jahre ein Begriff sein. Dennoch war der mittlerweile 64-jährige Korse ein Gründungsmitglied von The Police, der Band, die aus seinen gemeinsamen Jamsessions mit Stewart Copeland, Ian Copeland und Sting hervorging.

An deren ersten Single „Fall out“ war er noch beteiligt, wenige Monate später musste Padovani allerdings seinen Platz für Andy Summers räumen, gründete 1980 die Gitarrenband „The Flying Padovanis“ (1980-2007), war in den 1990er Jahren auch als Musikproduzent und Manager tätig.

Ab 2001 widmet er sich verstärkt Soloprojekten, tritt 2007 mit The Police auf deren Reunion-Konzert in Paris auf. „Gute Freunde kann niemand trennen!“

Vor gut zwei Monaten erschien ein weiteres Album von Henry Padovani – „I Love Today“, eine Song-Kollektion, die in den letzten Jahren entstanden ist. Unter den dreizehn Songs finden sich neben Eigenkompositionen auch einige respektable Cover, unter anderem John Lennon’s „Jealous Guy“ oder Nick Cave‘s „Into My Arms“.

Die Reduktion auf Gitarre und Padovani’s ausdrucksstarkes dunkles Timbre, an wenigen Stellen von Schlagzeug oder bei „Give Me Love“ von der Klarinette unterstützt, liess ein Singer-Songwriter-Album entstehen, das sicherlich nicht die Charts stürmen wird, dennoch einen hochinteressanten Einblick gewährt in die Wurzeln und späteren Verästelungen der Supergroup „The Police“.

Darüber hinaus hat Henry Padovani‘s musikalisches Angebot, dass sich zwischen ungeniert zwischen Chanson, Blues und Country bewegt, genügend Format, um auch zwischen den Solokarrieren von Andy Summers und Stewart Copeland bestehen zu können, vom Ausnahmetalent Sting einmal abgesehen.

Auf jeden Fall hörenswert und nicht nur ein Werk für Sammler und Komplettisten. Auch ein altersweises Werk mit vielerlei Bezügen zum Thema „Liebe“.

© Gerald Langer


Tracklist

I Love Today
Give Me Love
Lean Love
Long, Long, Long
Into My Arms
Skeleton Blues
Nature Boy
Brother, Sister, Preacher
Rien De Rien
Play With Fire
Jealous Guy (with Sacha Morgan)
Le Temps
Ne Me Quitte Pas


Meine Anspiel-Tipps – fett!


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