Wanda – Posthalle Würzburg 2016 – Concert – Review

Konzertbericht und Konzertfotos

Wanda - 04.03.2016 - Posthalle Würzburg © Gerald Langer
Wanda - 04.03.2016 - Posthalle Würzburg © Gerald Langer

Konzertbericht und Konzertfotos
Wanda (Support: Kent Coda) am 4. März 2016 in der Posthalle Würzburg
Die Band der Stunde 


Würzburg (music-on-net) – Die Posthalle Würzburg ist einmal mehr ausverkauft. Angekündigt wurden vor Monaten bereits Wanda, die Wiener’sche Band der Stunde. Mein Fokus liegt heute aber ebenso auf dem Vorprogramm.

Kent Coda sind eine türkisch-deutsch-österreichische Allianz und dürfen vorheizen. Mir sind sie gänzlich unbekannt.

Ihre gute halbe Stunde nutzt das Trio um Ögünc Kardelen (vocals, acoustic guitar, bassdrum), Christoph Guschlbauer (bass, vocals, percussion) und Sercan Özökten (darbuka, percussion) optimal, holt beim gebotenen Indie-Folk-Rock-Pop auch zwei Mitglieder von Wanda vorab auf die Bühne.

Der Titel des aktuellen Albums „Ah! Bu Güzel Hayat“ („Ach, was ist das Leben schön!“) ist geradezu programmatisch. Wanda sind sie sie wohl erst durch ihre Interpretation von „Bologna“ aufgefallen. Mir fallen sie vor allem durch ihre Musikalität auf.  Die „Köln-Wien-Izmir-Connection“ mit überwiegend türkischem Gesang und raffinierten Melodien ist eine dringende Empfehlung an all diejenigen, die eine Antenne für besondere Sounds und musikalischen Kultur-Mix haben.

Die gleich zu Beginn angekündigte „Türkische Hochzeit“ darf somit als geglückt bezeichnet werden.

Um 21:30 erscheinen die Austro-Pop-Rocker Wanda mit kompletter Mannschaft auf der Bühne. Das Publikum johlt. Für Wanda auf der zurückliegenden „Bussi-Tour“ wohl eher ein gewohnter Anblick. Mit ihrem ersten Album „Amore“ legten sie im Jahre 2014 bereits einen Raketenstart hin. Im Rahmen der sich daran anschließenden Tour gewannen sie weiter an Popularität, wenngleich die damaligen Verträge dem Vernehmen nach eher lukrativ für die Veranstalter als für die österreichischen Senkrechtstarter waren. Im Herbst 2015 erschien mit „Bussi Baby“ das zweite Album, das nahtlos an das Debüt anschließt. Mittlerweile füllen Wanda recht locker Locations, wie die Würzburger Posthalle, die mit 2.100 Besuchern ausverkauft ist.

Wiener Schmäh, die alkohol- und nikotingetränkte Stimme von Michael Marco (Fitzthum) Wanda, Lyrics, die spätestens nach einem Bier zum Mitsingen, manchmal auch zum Mitgröhlen einladen, keine allzu komplexen Arrangements der Songs und immer wieder ein zwischengerufenes „Amore“ sind die Ingredienzen eines Cocktails, der offenbar den Nerv der Zeit und des überwiegend sich in den Mittzwanzigern befindlichen Publikums trifft.

Nach einer Stunde und Crowdsurfing von Michael Marco Wanda ist das „Pflicht-Set“ bereits abgearbeitet. Natürlich gibt es Zugaben, sozusagen die Kür – “ A Hard Day’s Night“ von den Beatles, „Wenn ich zwanzig bin“, „1,2,3,4“ und nochmal „Luzia“.

Bin sehr gespannt, ob sich Wanda als Marke ähnlich etablieren werden wie der früh verstorbene – etwas pomadige – Wiener Falco in seinen Glanzzeiten der 1980er Jahre.

© Gerald Langer


Konzertfotos | Kent Coda

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